Erfolg für „New York Times“ bei Streit mit Trump-Regierung

Wait 5 sec.

24.07.2026 00.09Online seit heute, 0.09 UhrNach der Berichterstattung über die neue Präsidentenmaschine von US-Präsident Donald Trump erhielten mehrere „New York Times“-Journalisten Vorladungen der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan.Nun hat das US-Justizministerium angekündigt, diese zurückzuziehen, das berichteten mehrere US-Medien gestern aus einer Anhörung vor einem Gericht in New York.Der Anwalt der „New York Times“ („NYT“), David McCraw, sprach von einer „wichtigen Bestätigung des Bekenntnisses unseres Landes zur Pressefreiheit“.„Lassen sich nicht einschüchtern“Man freue sich, dass die Regierung eingeräumt habe, dass die Vorladungen gegen das Gesetz verstießen, teilte er der dpa mit. Die Journalistinnen und Journalisten der Zeitung würden sich von solchen Taktiken nicht einschüchtern lassen, betonte McCraw.Die Zeitung hatte vor knapp zwei Wochen berichtet, dass mehrere ihrer Reporter Vorladungen erhalten hatten, nachdem sie über angebliche Sicherheitsbedenken bei der neuen Präsidentenmaschine von Trump berichtet hatten.Richter wollte Vorladungen für nichtig erklärenDie „NYT“ setzte sich dagegen zur Wehr. Bei der gestrigen Anhörung erklärte der zuständige Richter laut ABC News, er werde die Vorladungen für nichtig erklären, sollte das Justizministerium sie nicht zurückziehen.Ein ranghoher Beamter der Bundesstaatsanwaltschaft in Manhattan habe wiederum gesagt, die US-Regierung sei bereit, die Vorladungen zum jetzigen Zeitpunkt zurückzuziehen, berichteten der US-Sender und die „NYT“ übereinstimmend.Begründet wurden die Vorladungen laut „NYT“ lediglich mit einem nicht näher ausgeführten mutmaßlichen Verstoß gegen Bundesstrafrecht.Berichte über SicherheitsbedenkenDie Journalisten hatten unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Trump habe auf Anraten des Secret Service den Flug vom NATO-Gipfel in der Türkei zum britischen Luftwaffenstützpunkt Mildenhall mit der alten Air Force One absolviert. Demzufolge ging es dabei um Sicherheitsbedenken.In einem weiteren Artikel schrieb die Zeitung, die neue Maschine verfüge bisher nicht über sämtliche Sicherheits- und Abwehrsysteme des bisherigen Präsidentenflugzeugs.Trump kündigte Nachrüstung anDie Regierung und Trump selbst hatten bestritten, dass Sicherheitsbedenken der Grund für den Flugzeugwechsel gewesen seien. Vor wenigen Tagen kündigte Trump allerdings eine Nachrüstung der Maschine an, ohne dabei ins Detail zu gehen.