Die Diskussion, ob Videospiele ein Nischenphänomen sind oder längst ein fester Teil unserer Gesellschaft geworden sind, brauchen wir zum Glück nicht mehr führen. So spielen in der Altersgruppe zwischen 16 und 49 Jahren fast vier Fünftel der Deutschen regelmäßig Videospiele. Und selbst bei den Über-60-jährigen ist es zumindest fast jeder Fünfte.Was für ein wichtiger Bestandteil unserer Pop-Kultur das interaktive Medium Videospiele geworden ist, zeigt sich schlussendlich auch an der Größe der zugehörigen Events und derer Besucherzahlen. Alleine die Gamescom, als weltweit größte Messe für Videospiele und Unterhaltungselektronik, konnte im vergangenen Jahr 357.000 Besucher in die Köln-Deutzer Messehallen locken und wird auch diesen August voraussichtlich wieder ähnliche Zahlen für sich verbuchen.Auch der E-Sport erfreut sich großer Beliebtheit und einem starken öffentlichen Interesse. Während international bereits längst Turniere ausgetragen werden, deren Zuschauerzahlen selbst Bundesliga-Finalspiele in den Schatten stellen, wächst die Szene auch hierzulande kontinuierlich.Seit 2014: Final Fantasy XIV Fan FestivalNeben den großen Messen und Conventions wie der Gamescom haben etliche Publisher zwischenzeitlich auch eigene große Hausmessen mit internationalem Publikum etabliert. Als nächstes dieser Großevents steht das Final Fantasy XIV Fan Festival im Terminkalender. Dieses findet sogar dreimal im Jahr statt und jeder der Termine wird regelmäßig restlos ausgebucht. Der diesjährige Auftakt fand im April in Anaheim, Kalifornien, statt. Weiter geht es dieses Wochenende in Berlin und der dritte Termin folgt Ende Oktober in Tokyo.Dabei hatte das Rollenspiel Final Fantasy XIV Online anfangs mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Publisher und Entwickler Square Enix sah sich nach dem desaströsen Launch 2010 sogar gezwungen einen neuen Produzenten einzusetzen.Unter der neuen Federführung von Naoki Yoshida wurde das Spiel von Grund auf überarbeitet. Drei Jahre später ließ das Team die alte Spielwelt buchstäblich untergehen und seit dem erfolgreichen Neustart unter dem Titel Final Fantasy XIV: A Realm Reborn konnte sich das Spiel bis auf den Thron der beliebtesten MMORPGs hinauf kämpfen. Den es sich nun mit anderen Größen wie dem Allzeit-Klassiker World of Warcraft und The Elder Scrolls Online teilt.Es ist also nicht verwunderlich, dass Square Enix auch die Tickets für ihre Großevents regelrecht aus den Händen gerissen werden. Trotz des sportlichen Preises von 225 Euro sieht sich der Publisher mittlerweile sogar gezwungen beim Ticketverkauf auf ein Losverfahren zu setzen um dem Ansturm Herr zu werden und Scalper abzuwehren.Im Ticketpreis ist zumindest auch eine Goodie Bag mit Tasche, Cap, Stickeralbum und Pins als Andenken enthalten.Großevent mit FestivalcharakterDer Name ist offenkundig Programm, denn das Final Fantasy XIV Fan Festival, welches an diesem Samstag und Sonntag auf dem Gelände der Berliner Messe stattfindet, erinnert mit seinem Bühnenprogramm inklusive Live-Konzerten tatsächlich mehr an ein Festival als eine schlichte Convention.Doch auch jene Fans, die keines der begehrten Tickets ergattern konnten, sollen nicht gänzlich leer ausgehen. So wird das Bühnenprogramm auf YouTube und Twitch gestreamt und damit Zuschauern auf der ganzen Welt zugänglich gemacht.Nun, eine kleine Einschränkung gibt es dabei jedoch. Während die Eröffnungszeremonie, die Entwickler-Panels, welche vielleicht mehr über die kommende Erweiterung Evercold verraten, ein PVP Turnier und die Kostümschau, bei der zahlreiche Cosplayer ihre aufwändigen Kostüme präsentieren werden, kostenlos online mitverfolgt werden können, verschwinden die Konzerte leider hinter einer Bezahlschranke.Um das Klavierkonzert der Pianistin Keiko am Samstag Abend und das große Abschlusskonzert der Band THE PRIMALS am Sonntag Abend mitzuverfolgen wird ein Onlineticket benötigt, das mit 4950 Yen zuzüglich 770 Yen Systemnutzungsgebühr zu Buche schlägt. Und ja, Yen. Denn Square Enix ist nach wie vor ein japanisches Unternehmen und setzt auf einen japanischen Dienstleister. Zum Glück notiert der Yen recht schwach, was den Ticketpreis etwas drückt. Umgerechnet bleibt es aber dennoch bei knapp 31 Euro.Sowohl das Klavierkonzert von Keiko, wie auch das Abschlusskonzert von THE PRIMALS, welche von Amanda Achen und Jason Charles Miller als Gastsänger begleitet werden, beginnen am Samstag und Sonntag Abend jeweils um 19:30 Uhr. Die Mitschnitte der Konzerte werden einen Tag später zusätzlich auch noch im Videoarchiv zur Verfügung gestellt, sodass sich Käufer der Online-Konzerttickets diese bis zum 17. August beliebig oft nochmal anschauen können.