24.07.2026 17.40Online seit heute, 17.40 UhrNach dem Fund von Metallen der seltenen Erden im Meeresboden will Japan Anfang nächsten Jahres einen Abbauversuch wagen. Die bei einer Expedition nahe der abgelegenen Pazifikinsel Minami Torishima gewonnenen Proben aus einer Tiefe von etwa 6.000 Metern wiesen Spuren von Yttrium auf, wie die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi heute via X mitteilte. Yttrium sei „weltweit knapp“.„Auf der Grundlage dieses Erfolgs planen wir, im nächsten Jahr einen umfassenden Abbauversuch auszuführen“, fuhr Takaichi fort. Japan werde Maßnahmen ergreifen, um die „Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu stärken“, um „nicht übermäßig von bestimmten Ländern abhängig zu sein“. Dabei würden sowohl Regierung als auch Privatsektor voll einbezogen.Yttrium wird Takaichi zufolge unter anderem in der Automobil- und Halbleiterindustrie eingesetzt. Die japanische Agentur für Meereswissenschaften und -technologie erklärte, dass in den 50 Tonnen geborgenem Meeresbodenmaterial auch die beiden Seltene-Erden-Elemente Gadolinium und Dysprosium nachgewiesen worden seien.Bergbaukonzerne drängen seit Langem darauf, wertvolle Mineralien auf dem Meeresgrund abzubauen. Wissenschaftler und Umweltgruppen befürchten, dass der Tiefseebergbau unberührte Unterwasserökosysteme dauerhaft zerstört.