Wehrdienstreform laut Tanner „äußerst schwere Geburt“

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28.07.2026 13.54Online seit heute, 13.54 UhrVerteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) hat sich nach dem erzielten Kompromiss zur Wehrdienstreform zufrieden über das Erreichte gezeigt.„Es war eine äußerst schwere Geburt“, sagte sie heute im APA-Interview. Letztlich sei es aber gelungen, einen Konsens zu erzielen, „der in jedem Fall mehr an Sicherheit bringt und für die Landesverteidigung etwas ist, das es seit über drei Jahrzehnten nicht gegeben hat“, darunter die Wiedereinführung verpflichtender Milizübungen.Sie freue sich, dass ein halbes Jahr nach Präsentation der Vorschläge der Wehrdienstkommission ein Konsens in der Koalition mit SPÖ und NEOS erzielt wurde – „in dieser Konstellation nicht so einfach“, so Tanner.Sie und ihre Partei bevorzugten das „Österreich plus“-Modell (acht plus zwei Monate Wehrdienst) verbunden mit zwölf Monaten Zivildienst. „Aber wir haben keine absolute Mehrheit, und daher ging es darum, einen Konsens zu finden“, so Tanner.Tanner: „Parteipolitische“ Motive bei RegierungspartnernDie Argumente von NEOS und SPÖ gegen die Variante „Österreich plus“ seien „keine sachlichen, ausschließlich parteipolitische“ gewesen, kritisierte Tanner.NEOS sei gemäß DEM Parteiprogramm grundsätzlich für ein Berufsheer. „Wir aber wissen, dass die Österreicherinnen und Österreicher sich im Jahr 2013 – sehr klug – mit 60 Prozent für die Wehrpflicht entschieden haben“, sagte Tanner.Vorsitzender der Wehrdienstkommission sieht „Fortschritt“Die Regierung hatte sich im Sommerministerrat in der Schwarzenbergkaserne in Salzburg auf eine Reform der Wehrpflicht geeinigt. Künftig soll der Grundwehrdienst sechs plus drei Monate dauern.Freiwillig ausgeweitet wird der Zivildienst. Der Vorsitzende der Wehrdienstkommission, Erwin Hameseder, zeigte sich vom Kompromiss der Koalition nicht überzeugt, sah aber einen „Fortschritt“ gegenüber dem Status quo.Lesen Sie mehr … Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.