27.07.2026 13.21Online seit heute, 13.21 UhrBundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) will 2027 erstmals Menschen in die umstrittenen „Return-Hubs“ abschieben. „Es geht um ein klares Signal. Jene, die ohne Aufenthaltsrecht hier sind, werden außer Landes gebracht“, sagte er heute in einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit seinem griechischen Amtskollegen Kyriakos Mitsotakis in Salzburg.Noch werde an der Lösung gearbeitet, „beide Länder werden aber von der Möglichkeit Gebrauch machen, Rückkehrzentren zu schaffen“.Im Juni hatte das Europäische Parlament den Weg für außerhalb der EU gelegene „Return-Hubs“ frei gemacht. Sie sollen abgelehnte Asylwerberinnen und -werber aufnehmen, bis ihre Abschiebung in die Herkunftsländer erfolgt. Welche Staaten außerhalb der EU für die Abschiebezentren infrage kommen, ist noch nicht bekannt.Neben Gemeinsamkeiten beim Thema Migration und auch bei der EU-Erweiterung auf dem Westbalkan will man mit Griechenland auch beim Thema Wettbewerbsfähigkeit zusammenarbeiten. Beide Länder leiden unter hohen Energiepreisen und hoher Inflation.„Wir wollen gemeinsam das Thema Energiekosten sehr hoch hinauf auf die EU-Agenda setzen. Wir können nicht von einem wettbewerbsfähigen Europa sprechen, wenn wir höhere Energiepreise zahlen als unsere wichtigsten Konkurrenten“, so Mitsotakis.Er und Stocker begrüßten zugleich die von der EU-Kommission angedachte Verlangsamung des CO2-Reduktionspfades im EU-Emissionshandel. „Wir müssen die Emissionen begrenzen, dürften damit aber nicht unser Wirtschaftssystem beschränken“, so Mitsotakis. „Wir dürfen der Industrie mit Klimapolitik nicht die Luft zum Atmen nehmen“, so Stocker.