27.07.2026 11.29Online seit heute, 11.29 UhrEin Gericht in Südkorea hat den inhaftierten Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol wegen der Verbreitung von Desinformation über die Wahlen von 2022 heute zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.Die verhängte eineinhalbjährige Strafe könnte dazu führen, dass Yoons konservative People Power Party (PPP) 39,7 Milliarden Won (rund 25,5 Millionen Euro) an staatlicher Wahlkampfhilfe zurückzahlen muss, wenn die Verurteilung auch im Berufungsverfahren aufrechterhalten wird.Zudem könnte Yoons knapper Wahlsieg 2022 annulliert werden – das ist allerdings ein weitgehend symbolischer Schritt, da der 65-Jährige bereits wegen seiner vorübergehenden Ausrufung des Kriegsrechts 2024 eine lebenslange Haftstrafe verbüßt.In dem nun in der Hauptstadt Seoul verhängten Urteil wurde Yoon der zweifachen Verletzung des Wahlgesetzes für schuldig befunden, weil er im Wahlkampf 2022 falsche Angaben gemacht hatte. So sei er in Bezug auf seine Verbindungen zu einem Schamanen unehrlich gewesen. Zudem habe er im Zusammenhang mit einem Steuerbeamten, gegen den wegen mutmaßlicher Bestechung ermittelt wurde, gelogen.