27.07.2026 11.12Online seit heute, 11.12 UhrForscherinnen und Forscher versuchen, eine der bösartigsten Krebserkrankungen, jene des Pankreas (Bauchspeicheldrüse), zu „knacken“: Im „New England Journal of Medicine“ ist jetzt eine Studie mit einem neuen Medikament erschienen, das vor Kurzem auf einem Kongress der US-Onkologinnen und -Onkologen für Ovationen sorgte, berichtete heute die APA. Die jüngste Idee auf diesem Gebiet wurde bereits an Probanden getestet: eine Impfung gegen das Pankreaskarzinom.Allein in Österreich werden jährlich rund 1.900 Todesfälle registriert. Wegen der zumeist unspezifischen Symptome erfolgt die Diagnose zumeist zu spät. Die Forschung wiederum scheiterte jahrzehntelang in der Suche nach wirkungsvollen Therapien, was manche der Forschenden auch einfach aufgeben ließ.Neue WegeDoch derzeit stehen die Zeichen auf Hoffnung. Auf dem Jahreskongress der Gesellschaft der amerikanischen Onkologen (ASCO) in Chicago wurde vor Kurzem eine Studie mit einem neuen, potenziell hoch wirksamen Medikament präsentiert.Dabei handelt es sich um die Substanz Daraxonrasib, die den bei mehr als 90 Prozent der Pankreaskarzinome mutierten KRAS-Signalweg hemmt. Dadurch ist im Rahmen der bösartigen Erkrankung ein genetischer „Schalter“ ständig auf „on“ gestellt, der das Zellwachstum antreibt.Mehr dazu in science.ORF.atErste Versuche mit therapeutischem ImpfstoffeDie Forschung zu Möglichkeiten, Krebs mit KRAS-Mutationen im Hintergrund zu beeinflussen, läuft jedenfalls auf Hochtouren. Amanda Huff von der Johns Hopkins School of Medicine (Baltimore/USA) und ihre Mitautoren haben beispielsweise im Februar dieses Jahres mit einer Studie einen ganz neuen Weg beschritten. In „Nature Communications“ berichteten sie von einem therapeutischen Impfstoff gegen KRAS-Mutationen.Das Vakzin wurde bei zwölf Patienten angewendet, bei denen der Tumor im Frühstadium mit dem Ziel einer Heilung chirurgisch entfernt worden war. Sie bekamen dann eine Immuntherapie plus die Impfung.Nach einer mittleren Beobachtungszeit von rund drei Jahren waren immerhin vier der zwölf Erkrankten ohne Rückfall geblieben. Bei zehn der zwölf Patienten hatte man ein immunologisches Ansprechen auf den Impfstoff registriert.Das Vakzin wurde bereits bei einer Gruppe von 20 Probanden mit einem extrem hohen Risiko für die Entwicklung eines Pankreaskarzinoms untersucht. In einer Studie der Phase I mit vier Teilimpfungen zeigten 18 der Personen mit Vorstadien einer solchen Erkrankung eine spezifische Immunreaktion gegen KRAS. Keiner der Studienteilnehmer erkrankte innerhalb eines Jahres an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.