26.10.2026 12.38Online seit heute, 12.38 UhrDer Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von US-Präsident Donald Trump stößt bei Gewerkschaft und Politik auf scharfe Kritik. „Die Art und Weise, wie Gernot Döllner sich und Audi in den USA präsentiert hat, ist höchst peinlich, politisch inakzeptabel und des Unternehmens, vor allem aber der Audianerinnen und Audianer, nicht würdig“, sagte IG-Metall-Chefin Christiane Benner heute.Dieses Verhalten stoße ihr nicht nur persönlich sauer auf, sondern sie verurteile es auch klar. Döllner verletze zudem eklatant die eigenen Unternehmensregeln, die ausdrücklich politische Neutralität im Vorfeld von Wahlen verordnen.Betriebsrat: Auftritt hochproblematischBetriebsratschefin Daniela Cavallo sagte in einem Reuters vorliegenden internen Interview, der Auftritt Döllners sei in mehrfacher Hinsicht hochproblematisch. „Wer die Rede von Donald Trump gehört hat und dann wahrnehmen musste, dass in Gestalt von Herrn Dr. Döllner eines unserer Konzernvorstandsmitglieder zum aktiven Teil dieser Veranstaltung wurde, muss vor Scham im Boden versinken.“„Unser Konzernvorstand hat sich von einer höchst zweifelhaften politischen Figur, die gegen so ziemlich jeden unserer Unternehmenswerte verstößt, zur Marionette in dessen Propagandashow machen lassen.“Kritik auch aus CDUEinem Insider zufolge wurde das Aufsichtsratspräsidium bei der Telefonkonferenz am Freitag vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Termin auf der Wahlkampfveranstaltung sei zu dem Zeitpunkt bereits organisiert gewesen. Cavallo habe dabei vor dem gemeinsamen Auftritt gewarnt, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen. Döllner hatte am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung den Bau des Werks in Georgia angekündigt, in dem ab den 2030er Jahren vor allem SUV-Modelle vom Band laufen sollen.Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, sagte dem „Handelsblatt“, dass deutsche Unternehmen im Ausland investierten, sei ein völlig normaler und verständlicher Vorgang: „Daraus allerdings eine Wahlkampfinszenierung für Donald Trump zu machen, ist verstörend und erbärmlich.“ Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.