26.10.2026 12.42Online seit heute, 12.42 UhrMit einem Aufmarsch und dem Hissen der österreichischen Flagge haben die Südtiroler Schützen gestern, am Vorabend des österreichischen Nationalfeiertags, ihre Verbundenheit mit dem Land unterstrichen.Die Veranstaltung auf dem Waltherplatz in Bozen löste eine politische Kontroverse aus. Der Südtiroler Abgeordnete der italienischen Regierungspartei Fratelli d’Italia (FdI), Alessandro Urzi, kritisierte den Aufmarsch scharf.Rund 1.000 Schützen aus verschiedenen Teilen Südtirols nahmen am „Großen Österreichischen Zapfenstreich“ teil, wie das Südtiroler Nachrichtenportal Stol.it berichtete. Die Teilnehmer marschierten mit einer großen österreichischen Fahne zum Waltherplatz, wo sie gehisst wurde.Unter den Gästen waren die Südtiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin Rosmarie Pamer (SVP), der frühere Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) und der österreichische Generalkonsul in Mailand, Wolfgang Lukas Strohmayer.Landeskommandant Christoph Schmid bezeichnete die Veranstaltung als Ausdruck der historischen und kulturellen Verbundenheit Südtirols mit Österreich. Urzi warf den Veranstaltern vor, mit dem Aufmarsch die Südtiroler Autonomie infrage zu stellen und die internationalen Vereinbarungen zu untergraben, auf denen diese beruhe.Der Landtagsabgeordnete der oppositionellen Süd-Tiroler Freiheit Sven Knoll verteidigte die Zeremonie und warf Urzi vor, die geschichtliche Identität der Südtiroler anzugreifen.