31.10.2026 22.54Online seit heute, 22.54 UhrEin seit zwei Jahren in der Gewalt der Huthi-Rebellen im Jemen befindlicher UNO-Mitarbeiter ist nach offiziellen Angaben tot. Ein Minister der jemenitischen Regierung sagte laut einem Bericht des saudischen Senders Al-Arabiya, der jemenitische Staatsangehörige und Mitarbeiter im Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte sei in einem Huthi-Gefängnis zu Tode gefoltert worden.Der im Juni 2024 festgenommene Mann habe keinen Besuch empfangen oder mit Angehörigen kommunizieren dürfen, sagte ein Familienangehöriger. Die Familie sei über den Tod informiert worden und solle den Leichnam in Empfang nehmen. Die genauen Todesumstände sind nach diesen Angaben noch unklar.Der österreichische UNO-Hochkommissar Volker Türk nannte den Tod seines Mitarbeiters in einer Mitteilung „absolut verheerend“ und sprach der Familie sein Mitgefühl aus. Er verlangte eine unabhängige Untersuchung zu den Todesumständen. Er mache sich große Sorgen um die weiteren UNO-Mitarbeiter in den Händen der Rebellen, davon allein sieben aus seiner Organisation.Dem Regierungsmitglied zufolge sind noch mehr als 70 UNO-Mitarbeitende in der Gewalt der Huthi. Die Rebellen begründen dies in der Regel damit, dass sie als Spione für die USA oder Israel tätig waren.