31.10.2026 21.38Online seit heute, 21.38 UhrIsraels Präsident Yitzhak Herzog beginnt am Mittwoch seine Konsultationen zur Regierungsbildung mit den in die Knesset gewählten Parteien. Wie die israelische Tageszeitung „Haaretz“ heute berichtete, soll das Treffen live übertragen werden.Traditionell wählt der Präsident den Kandidaten aus, dem er die besten Chancen auf eine parlamentarische Mehrheit einräumt, anstatt automatisch den Vorsitzenden der größten Partei zu benennen.Dies wäre der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, dessen rechtskonservative Likud-Partei mit 27 von 120 Sitzen als stärkste Fraktion aus der Parlamentswahl am Dienstag hervorging. Der Oppositionskandidat Gadi Eisenkot kam mit seiner neu gegründeten Partei Yashar auf 21 Sitze. Weder das bisher regierende Bündnis noch der Oppositionsblock erreichen die nötigen 61 Sitze für eine Mehrheit.Drei Anläufe bis zu NeuwahlDer beauftragte Kandidat erhält zunächst 28 Tage Zeit, eine Koalition zu bilden – mit der Möglichkeit einer Verlängerung um 14 Tage. Scheitert dieser Versuch, überträgt das Staatsoberhaupt den Auftrag für 28 Tage an ein anderes Mitglied des Parlaments.Bleibt dieses auch erfolglos, können mindestens 61 Abgeordnete innerhalb von 21 Tagen eine Person vorschlagen, die anschließend 14 Tage Zeit für die Regierungsbildung hat. Führt auch das nicht zum Erfolg, löst sich das Parlament automatisch auf. In diesem Fall kommt es binnen 90 Tagen zu einer Neuwahl. Herzog will dies laut eigenen Angaben verhindern.Arabische Parteien erreichten 19 SitzeIn Tel Aviv demonstrierten Tausende für eine Regierungsbeteiligung arabisch geprägter Parteien. Das Bündnis Vereinte Liste und die islamisch-konservative Raam-Partei erreichten gemeinsam 19 Sitze und verdoppelten nahezu ihr Ergebnis der letzten Wahl von 2022.Eisenkot knüpfte noch einmal eine mögliche Regierungsbeteiligung an vier Bedingungen. Zu den Kernforderungen gehören die Verpflichtung auf Israel als jüdischen, demokratischen und liberalen Staat mit rechtlicher Gleichstellung aller Staatsbürger sowie die Einstufung der Hamas als Terrororganisation mit dem Ziel, deren militärische Strukturen im Gazastreifen zu zerschlagen und sie von der politischen Macht auszuschließen. Es bleibt abzuwarten, ob die arabischen Parteien allen Forderungen zustimmen. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.