China reagiert auf Mbappes Entschuldigung

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28.10.2026 12.47Online seit heute, 12.47 UhrDer Ärger um Fußball-Superstar Kylian Mbappe nach seinen Äußerungen im Zusammenhang mit Chinas Revolutionsführer Mao Zedong reißt nicht ab. China hat die Entschuldigung des Stürmers von Real Madrid zur Kenntnis genommen, allerdings zunächst keine Pläne für eine Aufhebung des Boykotts durchblicken lassen.„Wir schätzen die Entschuldigung des Betroffenen“, sagte Außenamtssprecher Guo Jiakun in Peking. Auf die Nachfrage, ob damit auch die Maßnahmen gegen den 27-Jährigen erleichtert würden, ging er jedoch nicht ein.Chinesische Unternehmen hatten Werbepartnerschaften mit Mbappe gekündigt, Chinas Staatsfernsehen CCTV teilte unter anderem mit, keine LaLiga-Spiele mit Mbappe zu übertragen und auch keine Werbung mehr mit ihm zu zeigen.Auch Real entschuldigt sichAuch Real Madrid bat mittlerweile beim chinesischen Volk um Entschuldigung. „Unser Verein hegt tiefen Respekt für China, seine Geschichte, seine Kultur und seine Bürger sowie für die Millionen chinesischer Fans, die Real Madrid mit Zuneigung und Bewunderung begegnen“, teilte der Club mit. Die spanische LaLiga hatte bereits um Entschuldigung gebeten.Staatsfernsehen sieht „rote Linie“ überschrittenZuvor hatte das chinesische Staatsfernsehen eine Äußerung Reals zurückgewiesen und eine formelle Entschuldigung gefordert. „Wir finden, dass Mbappes unangemessenen Äußerungen das chinesische Volk verletzt haben, eine rote Linie überschritten haben und über den Rahmen der Meinungsfreiheit hinausgehen“, teilte die Programmleitung mit.Mbappe war in einem Podcast nach seinem Lieblings-Meme mit ihm selbst gefragt worden. Als Antwort nannte der Weltmeister von 2018 ein Meme mit einem „Typen“, von dem er glaube, dass er ein „chinesischer Diktator“ gewesen sei, auf dem sein Gesicht montiert sei. Das bringe ihn am meisten zum Lachen, sagte er.Gemeint war damit wohl eines von vielen Memes, das Mbappes Gesicht in einem bekannten Bild zeigt, das auf Mao Zedong zurückgeht. Kritische Inhalte zu Chinas politischen Führungspersönlichkeiten werden in der Volksrepublik online in der Regel scharf zensiert.Mbappe verliert WerbepartnerschaftenIn der Folge kündigten zwei Getränkehersteller, ein Molkereiproduktfabrikant und die in China einflussreiche Social-Media-Plattform Xiaohongshu die Werbepartnerschaften mit dem Franzosen.Einige Stunden nach dem Eklat bat Mbappe per Mitteilung in den sozialen Medien um Entschuldigung. Seine Bemerkung sei „taktlos“ gewesen, und er verstehe nun, die Menschen in China damit verletzt zu haben, erklärte er. „Ich entschuldige mich bei jedem, den meine Worte verärgert haben“, hieß es weiter.