31.10.2026 18.30Online seit heute, 18.30 UhrNach dem Hackerangriff auf Binance hat die weltgrößte Kryptobörse eigenen Angaben zufolge 90 Prozent der gestohlenen Summe absichern können. Die ausstehenden zehn Prozent bestünden aus weniger liquiden Token, teilte das Unternehmen heute mit. Daher könne es möglicherweise länger dauern, diese digitalen Vermögenswerte in den benötigten Mengen zu beschaffen.Binance habe intern rund 6,34 Milliarden Dollar an eigenen Mitteln zurückgelegt, um die Verluste zu decken. Dazu gehöre der teilweise Einsatz des hauseigenen, mit einer Milliarde Dollar ausgestatteten Sicherungsfonds SAFU (Secure Asset Fund for Users), einer Bitcoin-Reserve zum Schutz der Kunden. Die Handelsplattform wolle den Auszahlungsbetrieb wie geplant morgen wieder aufnehmen.Co-Chef Richard Teng hatte zuletzt erklärt, es habe sich um einen komplexen Angriff gehandelt. Die Täter verschafften sich demnach über den gehackten Laptop eines Mitarbeiters Zugriff auf die IT-Systeme und nutzten Schadsoftware, um Spuren zu verwischen. Der Löwenanteil der Beute sei innerhalb von 20 Minuten transferiert worden.Cybersicherheitsexperten wie die Analysefirma TRM Labs vermuten hinter der Tat nordkoreanische Hacker. Die Führung in Pjöngjang weist solche Vorwürfe üblicherweise zurück. Bei den Ermittlungen arbeitet Binance mit der US-Bundespolizei FBI und dem Secret Service zusammen.