Europäischer Gaspreis stiegt auf fast 100 Euro je MWh

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26.10.2026 14.03Online seit heute, 14.03 UhrDer europäische Preis für Erdgas hat heute den Höhenflug der vergangenen Wochen bis knapp unter 100 Euro je Megawattstunde (MWh) fortgesetzt. Der richtungweisende Erdgasterminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat legte an der Börse in Amsterdam bis auf 97,64 Euro je MWh zu. Das sind fast drei Prozent mehr als am Freitag und der höchste Preis seit Ende 2022.Zuletzt hatte der Gaspreis mehrfach mehrjährige Höchststände erreicht. Seit Beginn des Monats ging es mit der Notierung um etwa ein Drittel nach oben, seit Beginn des Jahres hat sich der Preis für den Rohstoff mehr als verdreifacht. Zuletzt hatte sich Erdgas zu Beginn des Ukraine-Krieges kräftig verteuert, wobei die Notierung damals noch viel höher bis auf über 300 Euro je MWh gesprungen war.Preissteigerung kommt mit Verzögerung anDie Versorgung mit Erdgas ist in der Regel über Verträge mit längeren Laufzeiten geregelt. Daher dauert es geraume Zeit, bis die hohen Weltmarktpreise bei den Haushalten ankommen.Wesentlicher Preistreiber ist der USA-Iran-Krieg. Eine der weltweit wichtigsten Transportrouten für flüssiges Erdgas führt durch die an den Iran angrenzende Straße von Hormus.Bunkern treibt Preise in die HöheEin weiterer Preistreiber ist das verstärkte Auffüllen der Gasspeicher vor dem Winter. Deutschland etwa ist als größte europäische Volkswirtschaft seit Wochen bemüht, die Reserven zu erhöhen. Im vergangenen Monat wurde das staatliche Unternehmen SEFE Securing Energy for Europe angewiesen, zusätzliches Gas für die Speicherbestände zu beschaffen. Die deutschen Gasspeicher sind derzeit zu mehr als 61 Prozent gefüllt – zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte der Speicherstand bei etwa 75 Prozent gelegen. In Österreich betrug der Füllstand mit Stichtag Samstag laut Wirtschaftsministerium 67,19 Prozent mit einem Äquivalent von 68,39 Terawattstunden (TWh) Energie aus Gas.