Intel-Aktie stürzt um 30 Prozent ab und schürt KI-Sorgen

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30.10.2026 19.04Online seit heute, 19.04 UhrDie jüngsten Quartalsberichte von Amazon und Intel haben an den US-Börsen zum Wochenschluss die Sorgen der Anleger und Anlegerinnen rund um künstliche Intelligenz (KI) weiter geschürt und damit die jüngste Korrektur der Technologieaktien weiter angetrieben.Intel sorgte mit seiner Prognose für das Schlussquartal für eine herbe Enttäuschung. Die Bank of America gab ihre Kaufempfehlung auf. Die Intel-Aktie büßte im Handelsverlauf knapp 30 Prozent ein. Der Börsenwert von Intel fiel damit allein heute um 140 Mrd. Dollar.Intel macht zu schaffen, dass wegen des explosiven Anstiegs der Speicherpreise weniger PCs verkauft werden. Hinzu kommen Lieferkettenprobleme bei Chips für Rechenzentren, die stark nachgefragt sind.Aber auch andere Aktien der Branche gaben stark nach, Nvidia-Aktien verloren knapp fünf Prozent. In Europa büßten die Titel der Chipkonzerne ASML und Infineon gut sechs Prozent ein. An der Wiener Börse verloren die Aktien des Leiterplattenherstellers AT&S heute gut 13 Prozent.Amazon bekam den Dämpfer ebenfalls zu spüren, die Aktie sackte zeitweise um bis zu sechs Prozent auf den tiefsten Stand seit Ende Juli ab. Der Kursverlust sei der enttäuschenden Umsatzentwicklung der Cloud-Sparte AWS geschuldet, so UBS. Auch bei Amazon lasteten hohe KI-Ausgaben auf der Aktie.Der technologielastige NASDAQ-100-Index lag rund zwei Stunden vor Handelsschluss bei einem Minus von 4,12 Prozent. Die im NASDAQ-100 gelisteten Unternehmen haben laut der Agentur Reuters allein heute eine Billion US-Dollar an Börsenwert verloren. Im gesamten Monat Oktober sind zwei Billionen an Marktkapitalisierung verpufft. Vor allem die gemeldeten hohen Investitionen in KI-Infrastruktur haben die Befürchtungen der Börsianer vor exzessiven KI-Ausgaben angeheizt.