29.10.2026 23.30Online seit heute, 23.30 UhrDie venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado hat sich heute bei ihrer ersten Pressekonferenz nach der Heimkehr für Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr ausgesprochen und berief sich dabei auf Vorschläge der US-Regierung.Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodriguez versprach in einer TV-Ansprache zwar Wahlen, ließ den Termin aber offen – mit dem Hinweis darauf, dass vorher die Wahlbehörde erneuert werden müsse.„Der demokratische Übergang ist unumkehrbar“Machado verwies darauf, dass die jüngsten Erklärungen des US-Außenministeriums „sehr klar“ seien. Diese umfassten die rasche Ernennung eines neuen nationalen Wahlrates und eine Wahl im nächsten Jahr.US-Außenminister Marco Rubio unterstütze eine Wahl im Jahr 2027, fügte die Friedensnobelpreisträgerin hinzu. Sie werde sicherstellen, dass alle wahlberechtigten Venezolanerinnen und Venezolaner ihre Stimme abgeben könnten. „Der demokratische Übergang ist unumkehrbar“, meinte sie.Auseinandersetzung über TerminfrageRodriguez hielt dem entgegen, dass sich der politische Horizont nicht an einem Datum im Kalender bemesse. Zunächst müssten unter anderem faire Beteiligungsmöglichkeiten für alle politischen Kräfte und ein Rahmen für demokratisches Zusammenleben geschaffen werden.Machado begrüßte zwar, dass Rodriguez Wahlen in Aussicht gestellt hat. Die Erneuerung des Obersten Gerichtshofs und des Nationalen Wahlrats sowie die Festlegung eines Wahltermins könnten jedoch gleichzeitig erfolgen und müssten nicht nacheinander abgearbeitet werden. Sie forderte zudem erneut die Freilassung aller politischen Gefangenen.Die 59-Jährige war am Sonntag nach rund zehn Monaten im Ausland nach Venezuela zurückgekehrt, nachdem sie in diesem Jahr mehrfach an der Einreise gehindert worden war. Machado gilt als die populärste Figur der Opposition.