31.10.2026 09.05Online seit heute, 9.05 UhrDie Universitätenkonferenz (uniko) fordert Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) auf, den Prozess zur Erarbeitung der Hochschulstrategie 2040 dem „drastischen Sparkurs“ anzupassen.Die bisher bekannten Papiere würden Mehrkosten verursachende Versprechen wie ein Teilzeitstudium beinhalten und seien „von zeitloser Bekenntnisrhetorik gekennzeichnet“, so uniko-Präsidentin Brigitte Hütter in einer Aussendung. „Der ganze Prozess wird dem Ernst der Lage nicht gerecht.“Von Kernfragen wie dem Sparen im gesamten Hochschulsystem und anderen wichtigen Maßnahmen wie dem Studienrecht lese man dort dagegen „wenig bis nichts“, sagte Hütter nach einer Sonderplenarsitzung der uniko. Die neue Hochschulstrategie 2040 soll unter Federführung des Wissenschaftsministeriums bis Ende des ersten Quartals 2027 erarbeitet werden.Frist für Unibudget endetHeute endet die Frist, bis zu der die Eckdaten des Universitätsbudgets 2028 bis 2030 offiziell bekannt sein müssen. Die Regierung hatte vor zwei Wochen eine Gesamtsumme von 15,9 Mrd. Euro dafür verkündet und – inklusive einer Verschiebung von Mieten und einer allgemeinen Lohnnebenkostensenkung – von einer Stagnation des laufenden Budgets 2025 bis 2027 gesprochen.Die Unis bezweifelten das und sprachen von einer sowohl nominellen als auch realen Kürzung. Für die Aufrechterhaltung des Status quo wären 18 Mrd. Euro notwendig gewesen. Sie verlangen nun, die Vereinbarung über das Universitätsbudget 2028 bis 2030 „zeitnah und vollinhaltlich“ zu veröffentlichen.Forschungsratschef: „Übermäßiges Sparen“Bestärkt fühlen sich die Rektorinnen und Rektoren vom Vorsitzenden des Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (FORWIT), Thomas Henzinger.Dieser hatte in einem Interview mit dem „Standard“ (Freitag-Ausgabe) von einem „übermäßigen“ Sparen bei den Unis gesprochen – „wohl einfach deshalb, weil die Lobby der betroffenen Gruppe schwächer ist. In Bereichen wie dem Pensionssystem und dem Föderalismus, wo es auch innerhalb der Parteien mehr Gegenwind gibt, traut sich die Regierung nicht, so hart einzugreifen.“ Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.