01.11.2026 17.35Online seit heute, 17.35 UhrDer Equal Pay Day fällt heuer auf den 5. November. Er markiert den Tag, an dem Männer im Durchschnitt das Jahresgehalt von Frauen erreicht haben. Die Lohnschere zwischen den Geschlechtern beträgt bei Vollzeitarbeit 15,5 Prozent. Vor zehn Jahren fiel der Equal Pay Day noch auf den 11. Oktober, im Vorjahr auf den 2. November.Das Datum berechnet die Arbeiterkammer Oberösterreich auf Basis der durchschnittlichen Jahresbruttobezüge ganzjährig vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Das Jahreseinkommen der Männer lag demnach österreichweit bei 67.988 Euro, 10.542 Euro über jenem der Frauen.Schumann wartet auf RückmeldungenBei der Umsetzung der Lohntransparenz, die häufig als Mittel zur Verkleinerung des Gender Pay Gaps gefordert wird, kommt die Regierung unterdessen seit Längerem nicht voran. Eine entsprechende Richtlinie der EU hätte Österreich eigentlich schon am 7. Juni umsetzen müssen.Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) legte einen Entwurf vor, der unter anderem vorsieht, dass Unternehmen ab 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Einkommensberichte erstellen müssen. Bei mehrmaligen Verstößen gegen die neuen Transparenzpflichten drohen Verwaltungsstrafen von bis zu 60.000 Euro. Bisher habe es keine Reaktionen der Koalitionspartner gegeben, so Schumann.ÖVP Frauen für UmsetzungDie Wirtschaftskammer warnte immer wieder vor einer Belastung für Betriebe. NEOS erklärte, die Lohnlücke schließen zu wollen, aber die Richtlinie nicht übererfüllen zu wollen. Die geschäftsführende Leiterin der ÖVP-Frauen, Margreth Falkner, sagte nun, grundsätzlich für die Umsetzung der Richtlinie zu sein. Der Ball liege jetzt beim Sozialministerium.Sie sprach sich dafür aus, schrittweise und bei größeren Unternehmen zu beginnen. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit müsse selbstverständlich sein. Sie sprach sich neben Einkommenstransparenz auch für automatisches Pensionssplitting, Finanzbildung und mehr Möglichkeiten für Väter, Verantwortung in der Familie zu übernehmen, aus. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.