Der Superstar hat es geschafft: Carlos Alcaraz kürte sich erstmals zum Wien-Champ. Der Spanier schlug in einem einseitigen Endspiel den australischen Zverev-Bezwinger Alex de Minaur 6:1, 6:4 und blieb im gesamten Turnierverlauf ohne Satzverlust. Es war der 28. Turniersieg von Alcaraz und der zweite nach seiner fast fünfmonatigen Verletzungspause, die er mit den US Open (Viertelfinale) beendete. Es begann mit knappen Games, die allesamt an Alcaraz gingen - der sogar einen Breakball abwehren musste, aber in den entscheidenden Situationen bei großen Anfeuerungskundgebungen die Ruhe behielt. Der 23-Jährige war der Herr auf dem Platz in der Stadthalle, die zum siebenten Mal in Folge ausverkauft war und rund 9.800 Fans beherbergte. De Minaur kam erst im zweiten Satz richtig gut ins Spiel, da machte sein großes Gegenüber die berühmten Big Points. Dazu kam die Musik, die Alcaraz noch zu Beginn der Woche ein bisserl störte - mittlerweile hatte sich der Superstar aber daran gewöhnt. Auch wenn Sirtaki einem anderen Kulturkreis zuzuordnen ist. „Diese Trophäe gehört auch euch“Der Spanier steckte alles weg und durfte nach rund eineinhalbstündigem Tagwerk sagen: „Das war eine großartige Woche, es war eine gute Entscheidung, hier zu spielen“, lobte Alcaraz, der fünf Tage vor Turnierbeginn verpflichtet worden war, die Veranstalter. „Das ist ein großartiges Turnier. Auch die Zuschauer sind unglaublich. es war großartig vom ersten Tag an. Diese Trophäe gehört auch euch“, sagt der dritte spanische Sieger in Wien nach Feliciano Lopez (2004) und David Ferrer (2015). Im Ranking rückt der Drittplatzierte Alcaraz dem Führungsduo Alexander Zverev (ab Montag die Nummer eins) und Jannik Sinner etwas näher, De Minaur verbessert sich von Rang zehn auf acht. Zum Vergleich: In Basel, ebenfalls ein 500er-Turnier, standen sich die Nummer 21 (Jiri Lehecka) und die Nummer 31 (Valentin Vacherot) gegenüber.