Russlands seltene MiG-35 soll jetzt Drohnen aus der Ukraine jagen

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Die legendäre Kampfjet-Schmiede MiG, benannt nach ihrem Gründer Mikojan-Gurewitsch, bildete einst das Rückgrat der sowjetischen Luftwaffe. Seit den Nullerjahren wurde sie jedoch sukzessive von Konkurrent Suchoi (Su) abgelöst.Was blieb, ist ein Bestand von einigen wenigen MiG-29 – 86 befinden sich noch im Dienst der russischen Luftwaffe. Und ein klingender Name, der aktuell wieder durch die internationale Fachpresse geistert.Denn wie das ukrainische Portal Defense Express zuerst berichtete, wurde jüngst eine MiG-35 zur Drohnenabwehr über Russland gesichtet. Wie groß der tatsächliche Umfang dieser Einsätze ist, bleibt offen. Klar ist aber: Insgesamt befinden sich nur sechs MiG-35 im aktiven Dienst.Es ist damit das einzige Serienflugzeug, das in derart geringer Stückzahl gebaut wurde. Die kleine Erprobungsserie soll zwischen 2018 und 2023 gebaut worden sein. Eine Fertigung in großem Umfang entwickelte sich daraus bisher nicht.So klein die Stückzahl der MiG-35 ist, so groß waren die Erwartungen, die mit ihr verbunden waren. Als Weiterentwicklung der noch aus Sowjet-Zeiten bekannten MiG-29 sollte sie als vielseitiges Kampfflugzeug der F-16 Dynamic Falcon Konkurrenz machen.Die 2017 präsentierte Ausführung erhielt modernisierte Triebwerke, neue Bordelektronik und verbesserte Zielerfassungssysteme, mit denen MiG auch auf dem internationalen Markt wieder reüssieren wollte.Kein Erfolg am WeltmarktNur dazu sollte es nicht kommen. Indien, wo die MiG-35 in der Ziehung war, entschied sich erst kürzlich für die französische Rafale.Nur Russlands Verteidigungsministerium unterzeichnete bereits 2018 einen Liefervertrag.