03.11.2026 16.17Online seit heute, 16.17 UhrDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hält Friedensgespräche mit Kreml-Chef Wladimir Putin am Telefon für perspektivlos und besteht auf einem Gipfeltreffen. „Per Telefon sprechen? Fraglos wird Russland das als Möglichkeit nutzen, sich nicht mehr zu treffen. Wir verstehen dieses Spiel“, sagte er heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Kanzler Friedrich Merz in Berlin.Er erwarte dabei nur eine weitere „historische Lehrstunde“ von Putin ohne „reale Schritte“ hin zu einem Frieden. „Darüber kann man nicht einfach plaudern, man muss sich zusammensetzen, sich einigen und beweisen, wo dieses Land unrecht hat, da es der Aggressor ist“, unterstrich Selenskyj.Eine Einladung in die ukrainische Hauptstadt Kiew komme nicht infrage. „Wir laden Putin nicht nach Kiew ein, weil sie 2022 zu uns ohne Einladung gekommen sind“, sagte der ukrainische Staatschef. Eine derartige Einladung sei genauso destruktiv wie das russische Beharren auf Selenskyjs Reise nach Moskau.Merz und Selenskyj pochten auch auf eine Beteiligung Europas an Friedensgesprächen im Ukraine-Krieg. „Wir haben mit Friedrich eine gemeinsame Sicht, dass es keinen stabilen Frieden geben kann, ohne dass die Europäer in dem einen oder anderen Format zu den Verhandlungen hinzugezogen werden“, sagte Selenskyj.Der deutsche Regierungschef sagte, eine neue Runde von Friedensgesprächen sei nun der richtige Schritt. „Europa muss und will in diesem Prozess eine Rolle spielen. Zentrale Elemente einer Friedenslösung, sei es zu Sanktionen oder zur Sicherheitsarchitektur, können nur mit uns Europäern gelöst werden“, sagte Merz. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.