Zukunftsdepot: Oma und Opa dürfen nicht direkt einzahlen

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Die Regierung hat ihren Gesetzesentwurf für das Zukunftsdepot in Begutachtung geschickt. Und es stellt sich heraus: Anders als angekündigt dürfen nur die gesetzlichen Vertreter des Kindes, in der Regel also die Eltern, in den Fonds einzahlen.„Es wirkt lebensfremd“, sagt Florian Beckermann, Präsident des Interessensverbands der Anleger, am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal“, wenn Omas und Opas, Tanten und Onkel, Paten und Freunde ausgeschlossen sind.Wie kam's dazu? Vor zwei Wochen, nach der Regierungsklausur, sagte ÖVP-Kanzler Christian Stocker noch: „Es können Eltern und Großeltern, so wie ich, für ihre Kinder und Enkelkinder, aber auch alle Verwandten und Freunde, einen finanziellen Beitrag leisten und einen Grundstock legen.“Ö1 erhielt bei den Neos die Auskunft, dass die Beschränkung laut Finanzministerium wegen Bestimmungen zur Geldwäsche-Prävention notwendig sei. Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) bestätigt im Ö1-Interview, dass das ein Faktor ist: „Mit dem Depot ist ein Konto verbunden, und es muss geprüft werden, dass alle Bestimmungen eingehalten werden.“„Eltern sind die Letztverantwortlichen“Darauf angesprochen, dass es ursprünglich ja so geklungen habe, dass jeder für das Kind einzahlen kann, sagt Eibinger-Miedl: „Es ist auch jetzt noch die Idee, dass sie einen Beitrag leisten können. Aber wenn ein Depot eingerichtet wird, muss es einen Letztverantwortlichen geben, und das sind die Eltern oder die Erziehungsberechtigten.“Heißt: Will eine Oma, ein Opa, ein anderer Verwandter oder Freund in das Zukunftsdepot einzahlen, dann muss sie bzw. er das Geld den Eltern geben, die dann die Einzahlung tätigen.Es sei auch jetzt schon „gelebte Praxis“, dass Großeltern, die ihren Enkeln einen größeren Beitrag geben wollen, das über die Eltern tun, erklärt Eibinger-Miedl. Und was, wenn die Beziehung zu den Eltern bzw. zwischen den Elternteilen keine gute ist? „Es ist so die praktikabelste Lösung.“Die Begutachtungsfrist läuft bis 9. November. Die ÖVP-Staatssekretärin hält ihn „in den Grundzügen“ für gut, will aber die Stellungnahmen – gerade in technischer Hinsicht – abwarten.