Ermittlungen nach Krawallen vor Militärgefängnis bei Kiew

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03.11.2026 17.10Online seit heute, 17.10 UhrNach Krawallen nahe einem provisorischen Militärgefängnis bei Kiew geht die ukrainische Justiz dem Verdacht der Misshandlung festgenommener Deserteure nach. Ermittelt werde, ob Militärangehörige ihre Befugnisse überschritten haben, teilte das Nationale Ermittlungsbüro in Kiew heute mit.Der Leiter des Präsidialamtes der Ukraine, Kyrylo Budanow, sprach aber auch von Hinweisen auf eine versuchte Gefangenenbefreiung. Am Vortag hatten Hunderte Menschen im Vorort Petropawliwska Borschtschahiwka den Militärstützpunkt in einem Privathaus belagert.Videos zeigten, wie aufgebrachte junge Männer auf einen Polizeibus einschlugen und ihn umzustürzen versuchten. Rauchbomben und Eier wurden geworfen. Auf Aufnahmen des öffentlich-rechtlichen Senders Suspilne waren Warnschüsse zu hören.Auslöser des Aufruhrs war nach Medienberichten ein nicht überprüfbares Video eines Inhaftierten, der über Bauchschmerzen klagte und deutliche Spuren von Prügel zeigte. Verwandte forderten seine Freilassung, was Videos im Internet zufolge zu einer Menschenansammlung führte.Vier Männer, darunter ein Schwerverletzter, wurden auf den Druck der Menschenmenge in ein Krankenhaus gebracht. Mehr als ein Dutzend weitere Gefängnisinsassen wurden an einen anderen Ort verlegt.