Ermittlungen nach tödlichem Fährunglück vor Zypern

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31.08.2026 08.47Online seit heute, 8.47 UhrBei den Untersuchungen zum tödlichen Fährunglück vor der Insel Zypern hoffen die Ermittler auf die Bergung des in rund 500 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund liegenden Schiffsdatenschreibers.Neben dem Kapitän des gesunkenen Katamarans wurden gestern Abend auch sieben Crewmitglieder festgenommen, wie die Behörden bekanntgaben. Einige gerettete Passagiere erhoben schwere Vorwürfe gegen die Besatzung.Der Kapitän soll von Bord geflüchtet sein, als sich das Unglück anbahnte, außerdem hätten einige der rund 260 Schiffspassagiere von verschlossenen Türen und Fluchtwegen berichtet, sagte der türkisch-zypriotische Verkehrsminister Erhan Arikli der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Alle Vorwürfe würden intensiv geprüft, so Arikli.Neben den Ermittlungen der Polizei werde es eine separate Untersuchung zu dem Unglück mit mindestens acht Toten geben. Alle Ergebnisse bezüglich Betriebserlaubnis und Seetauglichkeit der Fähre sowie Sicherheitsvorkehrungen an Bord würden anschließend öffentlich gemacht.Die Expressfähre „Filo Jet“ war gestern Mittag kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) im Norden der Mittelmeer-Insel auf dem Weg ins südtürkische Mersin gekentert.Aus noch ungeklärten Gründen drang Wasser ein, der Katamaran lief voll, kippte zur Seite und sank schließlich wenige Kilometer vor der Küste. Mindestens acht Menschen starben, nach 18 Vermissten wurde in der Nacht noch gesucht.Das in mehr als 500 Meter Tiefe liegende Wrack soll durchsucht werden. Man hoffe, dabei auch den Schiffsdatenschreiber zu finden, der Aufschluss über den genauen Grund und Hergang des Unglücks geben könnte, hieß es.