02.09.2026 09.55Online seit heute, 9.55 UhrMillionen US-Bürgerinnen und US-Bürger könnten nach Einschätzung eines anonymen Hinweisgebers vor den Zwischenwahlen keine Briefwahlunterlagen erhalten, sollte ein von US-Präsident Donald Trump angeordnetes neues Computersystem in Betrieb gehen.Es sei „im Geheimen und überstürzt“ umgesetzt worden und „grundlegend fehlerhaft“, heißt es in einer Warnung, die der demokratische Senator Richard Blumenthal gestern (Ortszeit) in einem Brief an den Chef der US-Post (USPS) öffentlich machte. Unzureichende Überprüfungen könnten zu einem „katastrophalen Versagen“ führen.Trump hatte Ende März ein Dekret unterzeichnet, das die Briefwahl auf solche Menschen beschränken soll, die auf „Staatsbürgerschaftslisten der Bundesstaaten“ stehen. Die oppositionellen Demokraten reichten daraufhin Klage ein.Im Rahmen des dafür entwickelten IT-Systems würden die staatlichen Wahlbehörden Listen von Briefwählern sowie zugehörige Barcodes zur Identifikation in ein neues bundesweites Portal hochladen. Postangestellte würden dann Stichproben aus großen Chargen ausgehender Stimmzettel mit diesen Angaben abgleichen, bevor sie diese zur Zustellung annehmen.Laut dem Whistleblower kann es passieren, dass USPS eine gesamte Sendung zurückweise, wenn auch nur ein einziger stichprobenartig geprüfter Barcode nicht gescannt werden könne oder nicht mit dem bundesweiten System übereinstimme. Ein einziger Stimmzettel in einer Sendung von 10.000 könne verhindern, dass die übrigen 9.999 verschickt werden, bis die gesamte Charge erneut überprüft wurde.