Kiew: Suche nach Vermissten nach Angriff auf Munitionslager

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30.08.2026 11.28Online seit heute, 11.28 UhrNach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Von nunmehr 38 Toten und noch vier Vermissten sprach Präsident Wolodymyr Selenskyj heute Früh in den sozialen Netzwerken.In dem Dorf Myla rund fünf Kilometer westlich von Kiew gingen die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs und die Suche nach weiteren Opfern demnach weiter.Es gebe 20 Verletzte, darunter zwei Kinder, teilte Selenskyj via Telegram mit. „Den Rettungskräften ist es gelungen, die meisten Brände zu löschen“, sagte Selenskyj. Sprengstoffexperten seien im Einsatz, um die durch die Explosionen weggeschleuderte Munition aufzuspüren. Das kontaminierte Gelände sei groß.Munitionslager entgegen der Vorschriften in WohngebietRussland hatte das Depot, wo auch Granaten und Minen gelagert waren, am Freitag angegriffen. Erst gestern wurde bekannt, dass das Munitionslager – entgegen den ukrainischen Vorschriften – in einem Wohngebiet operierte. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner und Bewohnerinnen eines Altersheims.„Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen“, sagte Selenskyj. Er hatte am Vortag angekündigt, die Verantwortlichen für die Nachlässigkeit zur Verantwortung zu ziehen. Die Ermittlungen dazu dauern an.Selenskyj: Tausende russische Angriffe in dieser WocheSelenskyj erklärte, dass die Ukraine mehr Schutz vor russischem Terror brauche. „Insgesamt haben die Russen allein in dieser Woche fast 2.000 Angriffsdrohnen, über 1.600 Bomben und 31 Raketen verschiedener Typen, darunter nordkoreanische ballistische Raketen, gegen unsere Bevölkerung abgefeuert“, sagte er. Es gebe rund um die Uhr Angriffe auf Gemeinden in Front- und Grenzgebieten.Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, in der Hauptstadt Kiew sei ein Betrieb getroffen worden, in dem Bauteile und Sprengstoff für Drohnen gelagert gewesen seien. Die Angaben sind von unabhängiger Seite so nicht überprüfbar.