02.09.2026 11.30Online seit heute, 11.30 UhrIn der Debatte über das mit dem neuen Schuljahr startende Kopftuchverbot für unter 14-Jährige zeigt sich Integrations- und Kultusministerin Claudia Bauer (ÖVP) „irritiert“ über den Auftritt des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ), Ümit Vural, gestern in der ZIB2.„Auch für den obersten Vertreter einer Glaubensgemeinschaft in Österreich muss die Einhaltung unserer Gesetze völlig selbstverständlich und klar sein“, sagte sie heute.Vural zeigte sich im ORF-Studio gegenüber dem neuen Verbot kritisch und meinte, es sei zu respektieren, wenn Mädchen darauf beharrten, das Kopftuch trotzdem zu tragen. Aufrufe, das Gesetz zu missachten, unterstütze die IGGÖ aber „überhaupt nicht“.„Gesetz ist Gesetz, und ich erwarte mir, dass das von allen eingehalten wird. Es ist irritierend, wenn es einer minutenlangen Diskussion im Fernsehen bedarf, bis dem zugestimmt wird“, sagte Bauer.Zudem kritisierte Bauer eine „Falschinformation“ auf der IGGÖ-Website: Dort werde behauptet, die Schule dürfe ohne Eltern mit Mädchen nicht über das Kopftuch reden.„Das ist falsch und muss richtiggestellt werden. Gerade für Mädchen, die gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen, sind die Gespräche in der Schule die einzige Chance, das auch jemandem anzuvertrauen. Wer ihnen diese Chance nimmt, macht sich zum Mittäter“, so die Ministerin. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.