Fährenunglück vor Zypern: Tauchgang zum Wrack

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01.09.2026 16.15Online seit heute, 16.15 UhrVor der Mittelmeer-Insel Zypern hat heute der Taucheinsatz eines Spezialschiffes begonnen, mit dessen Robotertechnik das in 500 Meter Tiefe liegende Wrack der am Sonntag gesunkenen Fähre erreicht werden soll.Wie die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, sollen neben dem Wrack auch die noch vermissten 20 Personen lokalisiert werden.Der Kommandant des Schiffes, Marinemajor Ulas Cesur, sagte Journalisten an Bord, dass nach der Lokalisierung des Wracks in rund 500 Metern mit den Bergungsarbeiten begonnen werde. Mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug sollen detaillierte Such- und Untersuchungsmaßnahmen rund um das Wrack und auf dessen Oberfläche unternommen werden.Mindestens acht ToteDie Expressfähre „Filo Jet“ war am Sonntag kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia (türkisch: Girne) im Norden Zyperns auf dem Weg ins südtürkische Mersin gekentert. Aus noch ungeklärten Gründen drang Wasser ein, der Katamaran lief voll, kippte zur Seite und sank schließlich wenige Kilometer vor der Küste. Bei dem Unglück kamen offiziellen Angaben zufolge acht Menschen ums Leben, 239 Menschen konnten gerettet werden.Kapitän in UntersuchungshaftEinige gerettete Passagiere hatten schwere Vorwürfe gegen die Besatzung erhoben. Gegen den Kapitän und acht weitere Verdächtige wurde gestern eine dreitägige Untersuchungshaft angeordnet. Ihnen wird „Tötung durch Fahrlässigkeit und Unachtsamkeit“ vorgeworfen.