31.08.2026 17.24Online seit heute, 17.24 UhrAngesichts multipler Herausforderungen wie dem demografischen Wandel hat Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) ihre neuen arbeitsmarktpolitischen Zielsetzungen heute bei einem Pressegespräch in Wien erläutert. Im Mittelpunkt stand vor allem die Förderung von Frauen, älteren Menschen sowie von Personen mit Fluchterfahrung.Eine konkrete Folge sei laut einer Wifo-Studie eine Fachkräftelücke zwischen den Jahren 2024 und 2029 von rund 51.000 Arbeitskräften im mittleren Qualifikationssegment. Dies könne nur durch mehrere Maßnahmen geschlossen werden, so die Ministerin.Schumann: Weiter mehr AMS-Fördermittel an FrauenEin „besonders großes, bisher noch nicht ausreichend genutztes Beschäftigungspotenzial“ sieht Schumann bei Frauen. Im vergangenen Jahr seien 81 Prozent der unselbstständig beschäftigten Männer in Vollzeit tätig gewesen, bei Frauen nur 46 Prozent, erklärte sie unter Berücksichtigung der „ungleichen Verteilung der Care-Arbeit“.Deshalb solle das Arbeitsmarktservice weiterhin zumindest vier Prozentpunkte mehr an Fördermittel für Frauen einsetzen, als ihrem Anteil an der Arbeitslosigkeit entspricht.Arbeiten im Alter: SPÖ fordert Bonus-Malus-SystemGroße Sorgen bereitet Schumann die Zahl der Beschäftigten über 60 Jahre. Sie sprach sich für ein Bonus-Malus-System aus, um die Beschäftigungschancen von älteren Arbeitskräften zu erhöhen. Man habe sich bisher nicht mit den Koalitionspartnern darauf verständigen können, aber man wolle die Maßnahme nochmals einbringen. Der Wifo-Ökonom Helmut Mahringer fordert ebenfalls mehr Anreize für Unternehmen zur Anstellung von älteren Personen.