01.09.2026 13.53Online seit heute, 13.53 UhrInnenminister Gerhard Karner (ÖVP) ist heute nach Estland gereist, um sich mit seinem estnischen Amtskollegen Igor Taro über aktuelle sicherheitspolitische Herausforderungen in Europa auszutauschen.Im Fokus der Arbeitsgespräche stehen nach Angaben des Innenministeriums der Schutz der EU-Außengrenzen, die Abwehr hybrider Bedrohungen und die Bekämpfung von Desinformation. Gemeinsam werden sie auch die estnisch-russische Grenze in Narva besuchen.Physische Barrieren und ÜberwachungEstland sichert eine insgesamt rund 294 Kilometer lange EU-Außengrenze zu Russland, die zu einem Großteil durch Gewässer verläuft und in großem Umfang mit moderner Überwachungstechnologie und physischen Barrieren ausgebaut wird.Die ehemalige Sowjetrepublik wird immer wieder von Drohnen bedroht. Zuletzt berichtete der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur von einem Eindringen ukrainischer Drohnen in den Luftraum seines Landes, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform meldete.Estland betont Unterstützung der UkraineDem Minister zufolge zeige der Vorfall, dass die Folgen des Krieges in der Ukraine „immer näher rücken“. Pevkur unterstrich gleichzeitig die Unterstützung Estlands für das von Russland angegriffene Land.Der estnische Außenminister Margus Tsahkna hatte zuvor gesagt, dass ukrainische Drohnen, die von russischen elektronischen Systemen vom Kurs abgebracht wurden und in NATO-Gebiet eindrangen, ein Preis seien, den man für die Zerstörung russischer Ölraffinerien und Militärstützpunkte gerne in Kauf nehme.Migration: „Robuster Schutz der EU-Außengrenzen“Österreich und Estland treten auf europäischer Ebene außerdem „intensiv für einen robusten Schutz der EU-Außengrenzen ein“, hieß es weiter aus dem österreichischen Innenministerium. Die beiden Innenminister wollten sich daher über wirksame Schutzmaßnahmen zur Verhinderung illegaler Migration und Schlepperkriminalität austauschen.„Estland setzt umfangreiche Maßnahmen an der östlichen Außengrenze und erfüllt damit den europäischen Asylpakt mit Leben, auch um hybride Bedrohungen abzuwenden“, sagte Karner. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.