30.08.2026 05.29Online seit heute, 5.29 UhrIn den Monaten Juni und Juli hat es nach Berechnungen der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) 646 hitzebedingte Todesfälle gegeben. Das ist ein Höchstwert für diesen Zeitraum, teilte das Gesundheits-ministerium mit. Im ebenfalls sehr heißen Sommer 2024 hatte es bis Ende Juli 570 Hitzetote gegeben, im Vorjahr waren es 284. Am 31. Juli war mit 40,3 Grad in Wieselburg ein neuer Temperaturrekord für einen Juli-Tag in Österreich erreicht worden.Wissenschaftliches AGES-Modell als BasisDie Werte zur hitzeassoziierten Sterblichkeit beruhen auf einem wissenschaftlichen Modell der AGES. Anhand von Sterbe- und Wetterdaten wird statistisch geschätzt, wie viele zusätzliche Todesfälle mit der außergewöhnlichen Hitzebelastung in Zusammenhang stehen.Vor rund einem Monat hatte die AGES erstmals schon während eines Sommers die Zahl der Hitzetoten für Juni errechnet und ging dabei von 395 Opfern aus. Im Juli kamen demnach weitere 251 Fälle hinzu.Gesundheitssystem vor HerausforderungenDie aktuellen Zahlen zu den hitzebedingten Todesfällen zeigen erneut, wie stark hohe Temperaturen die Gesundheit der Menschen in Österreich belasten, erläuterte das Gesundheitsministerium. Doch Hitze betreffe nicht nur einzelne Menschen – sie stelle auch das Gesundheitssystem selbst vor zunehmende Herausforderungen.