Euro-Raum: Inflation laut Schnellschätzung gestiegen

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01.09.2026 11.33Online seit heute, 11.33 UhrDie Inflation im Euro-Raum zieht an und macht eine baldige Zinserhöhung der EZB wahrscheinlicher. Die Verbraucherpreise stiegen laut der Schnellschätzung von Eurostat im August um 3,3 Prozent nach 2,9 Prozent im Juli, wie das EU-Statistikamt heute mitteilte.Energiepreise um 14,3 Prozent gestiegenInsbesondere Energie erwies sich vor dem Hintergrund des Iran-Krieges erneut als Preistreiber. Sie verteuerte sich im August um 14,3 Prozent. Die Europäische Zentralbank peilt bei der Gesamtinflation einen Wert von zwei Prozent an. Zuletzt mehrten sich die Signale, dass sich die Währungshüter mit einer Zinserhöhung gegen den Preisauftrieb wenden werden.Zinsentscheid am 10. SeptemberDer nächste Zinsentscheid steht bei einer auswärtigen Sitzung am 10. September in Berlin an. Auf den Finanzmärkten wird mit einer Erhöhung des zum Steuern der Geldpolitik maßgeblichen Einlagesatzes um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent gerechnet.Die EZB hatte zuletzt eine Zinspause eingelegt, nachdem sie im Juni mit der ersten Erhöhung seit drei Jahren bereits im Kampf gegen die steigende Inflation Flagge gezeigt hatte.Sie will verhindern, dass der Ölpreisschock das Preisgefüge nachhaltig durcheinanderwirbelt. Denn die vom Iran-Krieg in die Höhe getriebenen Energiekosten bergen die Gefahr, dass es zu einer Lohn-Preis-Spirale kommt und sich die starke Teuerung so festsetzt.Die EZB muss sich laut Ratsmitglied Olli Rehn auf einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten einstellen, der die Teuerung im Euro-Raum hoch halten könnte.