Pensionen: ÖGB gegen Stockers Staatsfonds-Vorschlag

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01.09.2026 11.59Online seit heute, 11.59 UhrDie von Bundeskanzler Christian Stocker vorgebrachten Vorschläge zur Absicherung der Pensionen stoßen auf Widerstand aus dem roten Umfeld.„Pensionen sind keine Wette auf die Börse“, meinte Helene Schuberth, Bundesgeschäftsführerin des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB), heute in einer Aussendung. Ein Staatsfonds könne das öffentliche Pensionssystem ergänzen, dürfe aber auf keinen Fall das Umlageverfahren aushöhlen.Stocker (ÖVP) hatte im ORF-„Sommergespräch“ gestern seinen Vorschlag weiter ausgeführt, die Pensionen in Österreich mittels eines durch Dividenden aus Staatsbeteiligungen gespeisten Fonds abzusichern.Zusätzlich will er für unter 18-Jährigen getätigte Veranlagungen von der Kapitalertragssteuer befreien und spesen- bzw. gebührenfrei stellen. Der Kanzler sprach dabei von einem „Zukunftsdepot“.ÖVP-Senioren für Stockers VorschlagSeniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec (ÖVP) sprach bereits kurz nach Stockers Ausführungen zum Staatsfonds von einem interessanten „Denkanstoß, über den es sich auf breiter Ebene zu debattieren lohnt“.Vom „Zukunftsdepot“ zeigten sich wiederum Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer angetan. Koalitionsintern gab sich NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos erfreut, dass der Kanzler „langjährige“ Forderungen seiner Partei aufgriff.ÖGB: „Zukunftsdepot“ begünstigt WohlhabendeGanz anders reagierte die Arbeitnehmervertretung: Das „Zukunftsdepot“ begünstige vor allem jene Familien, die sich das Ansparen von bis zu 5.000 Euro pro Kind und Jahr überhaupt leisten können, argumentierte der ÖGB. Zudem habe Stocker gar nicht erläutert, wie beide Modelle angesichts der schwierigen budgetären Lage zu finanzieren seien.Grüne können Vorschlag „wenig abgewinnen“„Wenig abgewinnen“ kann auch die stellvertretende Klubobfrau der Grünen, Sigrid Maurer, dem „Zukunftsdepot“. Dass sich der Kanzler Gedanken über die finanzielle Zukunft der Kinder macht, wäre grundsätzlich begrüßenswert, meinte sie. „Was er präsentiert, ist aber ein Sparmodell, von dem vor allem jene profitieren, die ohnehin genug Geld haben.“