01.09.2026 16.47Online seit heute, 16.47 UhrMehr als zehn EU-Mitgliedsstaaten seien bereit, sich an einer neuen militärischen und zivilen Ausbildungsmission für libanesische Sicherheitskräfte zu beteiligen. Das erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas im Rahmen des informellen Treffens der EU-Verteidigungsministerinnen und -minister in Irland heute.Die Mission soll die innere Sicherheit des Libanon stärken, damit sich die Armee auf die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz konzentrieren kann. Hintergrund der Gespräche ist das Ende 2026 auslaufende Mandat der UNO-Friedenstruppe UNIFIL. Kallas kündigte einen Beschluss bis Oktober an.Die EU beabsichtige nicht, die UNIFIL zu ersetzen: „Wir investieren in die Fähigkeit des Libanon, selbst für Sicherheit zu sorgen.“ Die Planungen würden gut vorangehen, ein Beschluss des Rates zur Einleitung der Mission im Oktober sei angepeilt.Im Libanon sei „eines unserer größten Kontingente mit 170 Soldatinnen und Soldaten“, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) vor dem Treffen. „Die logistischen Aufgaben, die wir dort wahrzunehmen haben, bedeuten auch, dass wir die letzten sein werden, die diesen Einsatzraum verlassen werden.“Hier würden gerade die Planungen laufen, was nach dem Ende der UNIFIL-Mission folgen werde. Auch sie hoffe, „im Oktober die entsprechenden Grundlagen zu haben, um zu sehen, inwiefern wir hier seitens des österreichischen Bundesheeres unterstützen können“. Österreich könnte bei einer künftigen Mission dabei sein, wenn die Planungen es möglich machen würden.