01.09.2026 14.31Online seit heute, 14.31 UhrWährend Europa einen extrem heißen und Österreich überhaupt den heißesten Sommer hinter sich hat, meldet Australien gleichzeitig einen Winter mit besonders hohen Temperaturen.Die Bundesstaaten Victoria, News South Wales und Tasmanien hätten den wärmsten Winter seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1910 erlebt, teilte das nationale Wetteramt BoM mit. Landesweit lag die Durchschnittstemperatur 1,45 Grad über dem Mittel der Jahre 1961 bis 1990.Das ist der dritthöchste Wert für diese Jahreszeit überhaupt. Besonders in Sydney an der Ostküste wurden oftmals fast frühlingshafte Temperaturen verzeichnet. Die Durchschnittstemperatur sei bei 15,3 Grad gelegen, zitierte der australische „Guardian“ den BoM-Klimatologen Simon Grainger.Warmer Frühling erwartetNach Einschätzung des Wetterexperten dürften die überdurchschnittlichen Temperaturen auch im australischen Frühling anhalten, der jetzt beginnt. Für weite Teile des Landes werden ungewöhnlich hohe Tages- und Nachttemperaturen erwartet, wie Grainger sagte. Eine Rolle spiele dabei das sich verstärkende Klimaphänomen „El Nino“, das voraussichtlich im späten Frühling oder Sommer seinen Höhepunkt erreichen werde.Folgen für Umwelt und WirtschaftDie ungewöhnlich milden Temperaturen haben Auswirkungen auf die Umwelt. Viele Ökosysteme und Tiere seien auf tiefere Temperaturen angewiesen, zitierte der „Guardian“ die Klimawissenschaftlerin Sarah Perkins-Kirkpatrick von der Australian National University.Zudem habe die geringe Schneemenge Folgen für den Tourismus: Skigebiete in Victoria und New South Wales hätten in dieser Saison vorzeitig schließen müssen. „Schnee ist in Australien ziemlich selten, und wenn die Temperatur im Winter einfach um ein paar Grad steigt, liegen wir die meiste Zeit über dem Gefrierpunkt“, sagte die Forscherin. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.