Ex-Kika/Leiner-Chef in U-Haft

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01.09.2026 15.44Online seit heute, 15.44 UhrDie Möbelkette Kika/Leiner ist zwar nicht wieder im Geschäft, aber wieder in den Schlagzeilen: Der frühere Geschäftsführer Hermann W. ist am 28.8. wegen Betrugsverdachts festgenommen worden und seit 30.8. in U-Haft. Das bestätigte APA-Angaben zufolge heute die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Der mutmaßliche Schaden beträgt demnach insgesamt rund 16,1 Millionen Euro. Laut „Kurier“ hat hier zunächst die Staatsanwaltschaft St. Pölten ermittelt und dann den Fall abgetreten.Die mittlerweile pleitegegangene Signa des aktuell ebenso in U-Haft sitzenden Rene Benko hatte die Kika/Leiner-Immobilien 2023 an den Grazer Immobilienentwickler Supernova verkauft und das operative Möbelgeschäft abgegeben. Kurz darauf folgte ein erster Insolvenzantrag.Rund 4.700 Betroffene„Der Beschuldigte steht im dringenden Verdacht, die Notlage von Hochwasseropfern im September 2024 gezielt ausgenutzt zu haben“, teilte die WKStA mit. „Im Rahmen einer beworbenen ‚Unwetter-Soforthilfe-Aktion‘ in den sozialen Netzwerken wurde Kunden ein 20-prozentiger Rabatt auf Möbelkäufe versprochen, um rasch liquide Anzahlungen zu generieren.“ Diese Aktion soll Teil eines systematischen Betrugs gewesen sein.„Trotz tatsächlicher Zahlungsunfähigkeit des Handelsunternehmens ab Ende Jänner 2024 ließ der Beschuldigte weiterhin Anzahlungen für Möbelkäufe entgegennehmen und Wertgutscheine vertreiben, obwohl eine Lieferung mangels Liquidität unmöglich war.“ Von diesem Vorgehen waren laut Staatsanwaltschaft mindestens 4.700 Kunden und Kundinnen betroffen, die Anzahlungen leisteten, jedoch keine Lieferung erhielten.„Dringender Tatverdacht“Zudem bestehe „der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte kurz vor der Insolvenzeröffnung gezielt Vermögen der Möbelkette beiseitegeschafft hat, um die Befriedigung der zahlreichen Gläubiger im Insolvenzverfahren des Landesgerichts St. Pölten zu vereiteln oder zu schmälern“. Er soll Zahlungen für Rechnungen ohne adäquate Gegenleistungen freigegeben und so insgesamt 1,1 Millionen Euro abgezogen haben.Die Verhängung der U-Haft zeigt laut Staatsanwaltschaft, dass das Gericht die Rechtsansicht der WKStA teile und ebenfalls von einem „dringenden Tatverdacht“ bei den genannten Straftaten ausgehe. Zudem lägen die weiteren U-Haft-Gründe Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr und Tatbegehungsgefahr vor. Laut „Kurier“ bestreitet der Beschuldigte die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.