02.09.2026 13.26Online seit heute, 13.26 UhrSPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hat heute eine Stellungnahme von FPÖ-Chef Herbert Kickl zu den Ermittlungen wegen NS-Wiederbetätigung gegen den Wiener Mandatar Leo Lugner urgiert. Kickl müsse endlich handeln. „Schweigen und Durchtauchen ist keine Option.“ Auch der Rücktritt Lugners wurde gefordert.„Kickl muss den Saustall in der FPÖ endlich aufräumen“, so Seltenheim: „Wer so wie Lugner in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der NS-Wiederbetätigung eine Diversion annehmen muss, um einer Verurteilung zu entgehen, vertritt offenbar ein Gedankengut, das in die Nazi-Zeit passen mag, aber ganz sicher nicht in die österreichische Innenpolitik des Jahres 2026.“ Lugner sei „endgültig rücktrittsreif“.Der Wiener Gemeinderatsabgeordnete äußerte sich via Social-Media-Posting zu der Causa. Er habe in einem privaten Chat „unüberlegte Aussagen“ gemacht. „Solche Äußerungen würde ich heute keinesfalls wiederholen. Sie hätten niemals fallen dürfen, auch nicht im privaten Rahmen eines Chats“, hielt er fest.Die in der Diversion vereinbarte gemeinnützige Arbeit werde er „verlässlich“ leisten, versprach er. Laut „Standard“ wurden von Lugner Rechtsmittel gegen die Ermittlungen eingebracht, wodurch sich das Verfahren verzögerte.In der betreffenden Zeit wurde von der Bundesregierung aus ÖVP und Grünen das Verbotsgesetz novelliert. Seither ist auch eine Diversion möglich.