31.08.2026 13.43Online seit heute, 13.43 UhrMorgen beginnt in fünf Bezirken des Landes die Test- und Einführungsphase des neuen Dienstzeitmanagements bei der Polizei.Angesichts anhaltender Kritik und öffentlich geäußerter Befürchtungen ist Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) heute den Polizistinnen und Polizisten entgegengekommen: Mit 2027 wird die Wochenend- und Nachtdienstzulage verdoppelt.Einer der Hauptkritikpunkte der Personalvertretung war nämlich ihrer Meinung nach drohende Verdiensteinbußen durch das neue System. Karner hielt dem bei einer Pressekonferenz in Wien erneut entgegen, dass mehr Arbeit ein höheres Gehalt nach sich ziehen werde.Möglich soll auch sein, mehr Freizeit zu haben: „Dann ist aber auch klar, dass es weniger Verdienst geben wird“, sagte der Innenminister.App für Polizistinnen und Polizisten geplantFür Karner ist das neue Dienstzeitmanagement der logische Schritt zum Abschluss der Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei, die mehr als 20 Jahre davor über die Bühne ging.Karner geht es unter anderem darum, „ein möglichst einheitliches und faires System für alle“ zu schaffen. Die Planungsmöglichkeiten sollen verbessert werden, unter anderem durch eine App, die alle Polizistinnen und Polizisten auf ihrem Handy nutzen und sich so einbuchen können.Mehr Dienste donnerstags und freitagsKarner will darüber hinaus eine sichtbare und effektive Polizeipräsenz „dann, wenn man sie braucht“, schaffen. Es sollen möglichst mehr Beamte am Donnerstag- oder Freitagabend im Dienst sein und weniger am Montag- oder Mittwochnachmittag.Einen Gutteil der anfallenden Überstunden will das Ministerium auf freiwilliger Basis leisten lassen – durch einen Überstundenpool, für den sich die Polizistinnen und Polizisten melden können.Karner versicherte, dass im Doppelbudget 2027/28 keine Verringerung der Überstunden vorgesehen ist. Vor allem in ländlichen Bereichen sollen „Springerstreifen“ für ausreichend Präsenz sorgen.Ausweitung mit April geplantDementsprechend wurden auch die Testbezirke gewählt: Mit Wien-Brigittenau (inklusive Leopoldstadt) und Linz sind zwei urbane Regionen dabei, dazu kommen Bregenz als Mischform und Leibnitz sowie Gänserndorf als Landbezirke. Sie haben bereits die Simulationsphase hinter sich, bei der auch Dienstpläne nach dem neuen System erstellt wurden.Die Test- und Einführungsphase dürfte für Karner jedenfalls nur bedingt ergebnisoffen sein. „Mit 1. April 2027 wird es ein neues Dienstzeitmanagement geben“, bekräftigte der Innenminister.