07.08.2026 12.50Online seit heute, 12.50 UhrDie Regierung erarbeitet derzeit gemeinsam mit den Bundesländern ein Dürrehilfspaket für die Bäuerinnen und Bauern. Gestern versprach Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) neben Liquiditätsmaßnahmen auch „eine Kompensation der Schäden“. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) und Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) müssen sich aber noch auf die konkreten Maßnahmen einigen. Einen Termin für die Präsentation der Hilfen gibt es noch nicht.Das Landwirtschaftsministerium beschloss Erleichterungen in der Förderungsabwicklung im Rahmen des Agrarumweltprogramms ÖPUL und der Bergbauern-Ausgleichszulage. Totschnig will betroffenen Betrieben helfen, sobald die tatsächlichen Schäden feststehen. „Auf dieser Basis werden wir den Bedarf zusätzlicher Mittel prüfen. Dabei können auch Mittel aus dem Katastrophenfonds des Bundesministeriums für Finanzen eine Rolle spielen“, so der Landwirtschaftsminister.Die SPÖ-Bäuerinnen und -Bauern drängen im Zusammenhang mit dem Hilfspaket auf „einen klaren Schwerpunkt auf Vorsorge statt auf bloße Schadensverwaltung“. Die Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV-Via Campesina Austria) sieht durch die Trockenheit die Existenz von vielen Bauern bedroht und fordert mehr Klimaschutz im Rahmen der Agrarpolitik.Franz Sinabell, Agrarökonom am Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO), warnte vor undifferenzierten Unterstützungsmaßnahmen. „Das Hilfspaket sollte so konzipiert sein, dass die Bauern, die sich gegen Dürre versichert haben, nicht als Dumme dastehen“, sagte er der APA. Der Ausbau der Futtermittelbörsen und Stundungen von Investitionskrediten seien auch „sehr hilfreiche“ Maßnahmen.