Fernkälte wird bis 2035 stark ausgebaut

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12.08.2026 11.31Online seit heute, 11.31 UhrDer Bedarf an Kühlung nimmt angesichts steigender Temperaturen zu. Bis 2035 will die Fernwärmewirtschaft in Summe 193,2 Mio. Euro in Fernkälte investieren. Dadurch sollen rund 200 Megawatt (MW) Fernkälteleistung errichtet werden. „Die Hitzerekorde der vergangenen Jahre heizen die Nachfrage nach Fernkälte im ganzen Bundesgebiet an“, sagte Katalin Griessmair-Farkas, stellvertretende Geschäftsführerin des Fachverbands Gas Wärme, heute.Ende 2025 betrug die Gesamtlänge des heimischen Fernkältenetzes mehr als 45 Kilometer. Die installierte Fernkälteleistung stieg zuletzt von 186 auf 211 MW an.Fernkälte funktioniert ähnlich wie Fernwärme. In einer zentralen Anlage wird Kälte erzeugt und das kalte Wasser über ein unterirdisches Rohrleitungsnetz in Gebäude transportiert, um sie zu kühlen. Der Vorteil gegenüber Klimaanlagen sei, dass keine Wärme nach außen abgegeben wird, die die Umgebung weiter aufheizt, so die Branchenvertretung. Gegenüber konventionellen Klimageräten könnten rund 50 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden.In Wien werden etwa der Austria Campus, das Naturhistorische Museum, das Musiktheater Ronacher, das Rathaus, das AKH oder der Hauptbahnhof mit Fernkälte versorgt. Erst im Juni hat der Versorger Wien Energie eine neue Kältezentrale im Donaufeld in Betrieb genommen. Die Linz AG investiert 95 Mio. Euro in das neue Fernkälte-Projekt „Klimatunnel“ zur Kühlung großer Gebäude.Auch in Graz und St. Pölten werden Krankenhäuser, Wohngebäude oder Fachhochschulen mit Fernkälte gekühlt. Neu in diesem Kreis ist Bregenz. Die Stadt startete 2025 mit der Versorgung von Gebäuden mit Fernkälte. In den übrigen Bundesländern lässt der Ausbau noch auf sich warten.