Mein Arbeitgeber wollte 3,80€ von mir zurück - Jetzt kostet ihn das deutlich mehr

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Ich muss das irgendwo loswerden, weil ich seit gestern nicht weiß, ob ich lachen oder einfach nur den Kopf schütteln soll. Bei uns kann man Reisekosten ganz normal über ein internes System abrechnen. Vor ein paar Wochen war ich beruflich unterwegs und habe mir am Bahnhof einen Kaffee gekauft. 3,80 €. Beleg fotografiert, hochgeladen, fertig. Dachte ich. Zwei Wochen später bekomme ich eine Mail aus der Buchhaltung. Der Kaffee sei nicht erstattungsfähig. Okay. Kein Problem. Wirklich nicht. 3,80 € werden mich finanziell vermutlich nicht ruinieren. Allerdings waren die 3,80 € bereits mit meiner Reisekostenabrechnung ausgezahlt worden. Also sollte ich sie zurücküberweisen. Ich fragte, ob man die 3,80 € nicht einfach bei der nächsten Abrechnung abziehen könne. Nein. Das sei „prozessual leider nicht möglich“. Gut. Also wollte ich die 3,80 € überweisen. Dafür brauchte ich allerdings die Bankverbindung und einen Verwendungszweck. Also Mail an die Buchhaltung. Antwort: „Bitte eröffnen Sie hierzu ein Ticket im Finance-Portal.“ Okay. Ticket eröffnet. Einen Tag später Antwort im Ticket: „Für Rückzahlungen benötigen wir zunächst das Formular F-17.“ Ich dachte, das sei ein Scherz. War es nicht. Also Formular F-17 geöffnet. Name. Personalnummer. Kostenstelle. Datum der Reise. Grund der Rückzahlung. Höhe der Rückzahlung. IBAN des Zahlungsempfängers. Die IBAN kannte ich nicht. Genau deswegen hatte ich das Ticket eröffnet. Also Rückfrage im Ticket. Antwort: „Die Bankverbindung erhalten Sie nach Prüfung des Formulars.“ Ich: „Im Formular muss ich aber die Bankverbindung eintragen.“ Darauf zwei Tage keine Antwort. Dann: „Bitte tragen Sie in diesem Fall ‚nicht bekannt‘ ein.“ Gesagt, getan. Formular ausgefüllt, als PDF gespeichert und hochgeladen. Ticket geschlossen. Am nächsten Tag wurde ein neues Ticket eröffnet. Mein Formular könne nicht bearbeitet werden, weil die Unterschrift fehle. Ich hatte es digital ausgefüllt. Also ausgedruckt. Unterschrieben. Eingescannt. Wieder hochgeladen. Zwei Tage später bekam ich endlich die Bankverbindung. Ich überwies 3,80 €. ENDE. Dachte ich. Gestern bekomme ich eine Mail: „Wir können Ihre Zahlung in Höhe von 3,80 € leider nicht eindeutig zuordnen. Bitte eröffnen Sie hierzu ein Ticket im Finance-Portal.“ Ich habe mittlerweile: – ungefähr 12 Mails geschrieben und gelesen – zwei Tickets eröffnet – ein Formular ausgefüllt – das Formular ausgedruckt – unterschrieben – eingescannt – wieder hochgeladen – mit zwei Mitarbeitern aus der Buchhaltung kommuniziert – und eine Überweisung durchgeführt. Wegen 3,80 €. Und jetzt kommt der Punkt, an dem ich innerlich ausgestiegen bin: Ich habe aus Spaß mal überschlagen, was dieser Vorgang das Unternehmen an Arbeitszeit gekostet haben dürfte. Selbst extrem konservativ gerechnet sind wir wahrscheinlich längst bei über 100 €. Also habe ich heute Morgen das dritte Ticket eröffnet. Beschreibung: „Es geht um die Rückzahlung von 3,80 € aus Ticket XXXXX. Die Zahlung wurde bereits geleistet, konnte aber nicht zugeordnet werden.“ Fünf Minuten später kam die Antwort: „Vielen Dank. Zur weiteren Bearbeitung benötigen wir bitte das Formular F-17.“ Ich habe den Laptop zugeklappt. Für heute reicht’s 🤦🏼‍♀️   submitted by   /u/Dinolady2026   to   r/luftablassen [link]   [comments]