Österreich bei Arbeitskosten im EU-Spitzenfeld

Wait 5 sec.

13.08.2026 17.28Online seit heute, 17.28 UhrÖsterreich ist bei den Arbeitskosten in der Privatwirtschaft in einem EU-Vergleich Ende 2025 im Spitzenfeld gelegen. 46,30 Euro pro Stunde bedeuteten den fünften Platz in der EU. Dabei reichte die Spanne von Luxemburg mit 56,20 Euro bis Bulgarien mit 11,80 Euro.Das ergab eine Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, die heute veröffentlicht wurde. Der Durchschnitt der Arbeitskosten in der EU betrug 34,70 Euro.Die Dynamik der hohen Arbeitskostenanstiege der Vorjahre schwächte sich 2025 insgesamt ab, hieß es. Die Arbeitskosten in der Privatwirtschaft erhöhten sich im EU-Durchschnitt um 4,3 Prozent. Die Zuwachsrate in Österreich von 4,5 Prozent fiel deutlich höher aus als jene von Deutschland (3,4 Prozent). Den höchsten Arbeitskostenanstieg verzeichnete Bulgarien mit 13,1 Prozent.Die Lohnstückkosten, also die Arbeitskosten im Verhältnis zur Produktivität, stiegen laut Studie in Europa seit 2023 deutlich stärker als in den Jahren zuvor. Grund dafür seien die vielen Krisen nach der Cov-Pandemie gewesen, also der Ukraine-Krieg, die chinesische Subventionspolitik, die US-Zölle und der Iran-Krieg mitsamt der Energiekrise.Seit dem Jahr 2000 lag die Lohnstückkostenentwicklung im Euroraum im Jahresdurchschnitt bei 1,9 Prozent. In Österreich betrug sie 2,2 Prozent pro Jahr. Aber in den Jahren 2023 bis 2025 nahmen die Lohnstückkosten durchschnittlich um 4,5 Prozent pro Jahr zu. Die stärksten Anstiege verzeichnete dabei Österreich mit 6,4 Prozent.Das Wachstum der Lohnstückkosten verlangsamte sich zuletzt wieder deutlich, doch eine Rückkehr auf den stabilitätskonformen Zielpfad der EZB lag noch nicht vor, hieß es weiter. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.