Milliardenverlust bei Porsche SE wegen VW-Abschreibung

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07.08.2026 08.52Online seit heute, 8.52 UhrEine milliardenschwere Abschreibung auf die Beteiligung am Volkswagen-Konzern hat die Eigentümerholding Porsche SE im ersten Halbjahr 2026 tief in die roten Zahlen gezogen. Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 2,2 Milliarden, wie das Unternehmen heute im deutschen Stuttgart mitteilte. Im Jahr zuvor wurden noch 300 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.Sowohl Europas größter Autokonzern Volkswagen als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenhersteller Porsche, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie. Die Wertberichtigungen auf die Volkswagen-Anteile betrugen im ersten Halbjahr drei Milliarden Euro und auf den Sportwagenbauer Porsche 200 Millionen Euro.VW-Kostensenkungsplan nicht angenommenVW-Chef Oliver Blume war Ende Juni im VW-Aufsichtsrat mit seinem strikten Kostensenkungsplan am Widerstand der Arbeitnehmervertreter und des Landes Niedersachsen gescheitert. Blume stellte zuletzt weitere rund 50.000 Arbeitsplätze nach bereits gestrichenen 50.000 weltweit und vier Werke in Deutschland infrage.Porsche SE-Vorstandschef Hans Dieter Pötsch mahnte eine rasche Entscheidung zum Sparprogramm von VW an. Der Volkswagen-Konzern stehe an einem historischen Wendepunkt. Bei den jetzt anstehenden Entscheidungen gehe es um die Zukunft von Volkswagen. „Je länger sich die Entscheidungen hinziehen, desto größer werden die Probleme.“Porsche-Finanzchef: „Keine Denkverbote“Der Finanzvorstand der Porsche SE, Johannes Lattwein sagte, daher stehe die Porsche SE als Mehrheitsstammaktionär hinter dem Konzernvorstand und seinen Vorschlägen. Das Ziel sei Wettbewerbsfähigkeit. Auf dem Weg dahin dürfe es keine Denkverbote geben. Andernfalls laufe Volkswagen Gefahr, im internationalen Wettbewerb dauerhaft ins Hintertreffen zu geraten.Die Verschuldung ging Ende Juni leicht auf fünf Milliarden Euro zurück. Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.