13.08.2026 07.29Online seit heute, 7.29 UhrDie Ukraine benötigt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj fünf Prozent der Patriot-Abfangraketen der USA, um angesichts der zunehmenden russischen Angriffe durch den bevorstehenden Winter zu kommen.Um alle von Moskaus Truppen abgefeuerten ballistischen Raketen zu zerstören, seien zehn Prozent der US-Lagerbestände nötig, sagte der Staatschef in einem heute veröffentlichten Interview mit dem US-Sender CNN.Seinem Land stünden in diesem Jahr „zweieinhalb Mal weniger Abfangraketen zur Verfügung als im Jahr 2025“, sagte Selenskyj. Dagegen habe Russland „monatlich mehr als doppelt so viele ballistische Raketen wie zuvor“.Selenskyj bittet um zehn Prozent der US-Bestände„Dieses Jahr bitte ich unsere US-Partner, mir fünf Prozent ihrer Raketenbestände zu verkaufen“, sagte Selenskyj. „Wenn sie uns fünf Prozent verkaufen, werden wir den Winter überstehen und Menschenleben retten. Wenn sie uns zehn Prozent verkaufen, werden wir alle ballistischen Raketen Russlands zerstören.“Die russische Armee hat in jüngster Zeit ihre Angriffe auf die Ukraine verstärkt, mindestens einmal pro Woche feuerte sie dabei auch heftige Raketensalven auf die Hauptstadt Kiew ab. Bei einem dieser Angriffe gelang es der Ukraine nach eigenen Angaben nicht, auch nur eine der 28 auf sie abgefeuerten ballistischen Raketen abzufangen. Es fehle die nötige Luftabwehr, erklärte die Regierung in Kiew.Keine Details mehr zu russischen AngriffenInmitten der zunehmenden russischen Attacken entschied die Ukraine, ab sofort keine genauen Angaben mehr zu russischen Raketenangriffen zu machen. Es würden „bestimmte Änderungen“ bei den täglichen Morgenberichten eingeführt, erklärte der Sprecher der Luftstreitkräfte Jurij Ihnat auf Facebook. Unter anderem solle nicht mehr die Zahl der von Russland auf die Ukraine abgefeuerten Raketen genannt werden.Die Ukraine drängt bei ihren westlichen Verbündeten vor allem auf die Lieferung von US-Patriot-Abwehrsystemen. Allerdings haben die USA im Iran-Krieg seit Februar selbst zahlreiche Angriffs- und Abwehrraketen verbraucht, laut Medienberichten droht ein Munitionsmangel. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.