13.08.2026 06.53Online seit heute, 6.53 UhrAngesichts der Dürre ist Wasser derzeit Riesenthema. In der Industrie gibt es aber bisher keine Produktionskürzungen wegen Wassermangels, obwohl diese sehr wasserintensiv ist. 70 Prozent der Wasserentnahmen in Österreich entfallen laut Industriellenvereinigung (IV) auf die Industrie.Das gilt vor allem für die Lebensmittel-, Textil-, Papier-, Chemie-, Pharma-, Glasindustrie und Metallerzeugung. Diese Bereiche stehen für gut 95 Prozent der Wassernutzung in der Warenproduktion.Es sei zwischen Entnahme und Verbrauch zu unterscheiden, betonte die IV heute gegenüber der APA. Denn „ein sehr großer Teil“ der Wasserentnahmen bestehe aus Kühlwasser, das anschließend wieder ortsnah in die Gewässer zurückgeführt wird. Wasser werde größtenteils gebraucht, nicht verbraucht.Die Betriebe in der Industrie trachteten stets nach einer sparsamen Ressourcennutzung. „Einen Wassersparzwang halten wir daher nicht für sinnvoll, zu allfälligen Produktionskürzungen aufgrund des Wassermangels haben wir aktuell keine Wahrnehmung.“Das Wasserangebot in Österreich werde sich laut Erkenntnissen, auf die die IV verweist, im Durchschnitt bis 2050 nur unwesentlich verändern. Räumlich und jahreszeitlich werde jedoch eine differenzierte Entwicklung einzelner Wasserhaushaltskomponenten beobachtbar sein.Vorsorgemaßnahmen etwa wegen des Abschmelzen von Gletschern seien wichtig. In der Produktion werde der Wasserbedarf bis 2050 im Vergleich zu heute in etwa stabil bleiben. Der größte Bedarfsanstieg sei im Agrarsektor zu erwarten.