11.08.2026 18.58Online seit heute, 18.58 UhrAußenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat heute ihren US-Amtskollegen Marco Rubio in Washington D. C. getroffen. Es sei ein „sehr gutes und substanzielles Gespräch“ gewesen, erklärte sie anschließend in einem digitalen Pressegespräch.Thematisch habe der Fokus auf den Entwicklungen im Westbalkan, in der Ukraine und im Nahen Osten gelegen. Grundlegende „divergierende Themen“, wie beispielsweise der Internationale Strafgerichtshof (IStGH), seien ausgespart worden.Ukraine-Krieg: Kein „Fenster“ für Verhandlungen offenMit Blick auf die Ukraine seien Österreich und die USA auf einer Linie. Die USA sähen sich als „Unterstützer der Ukraine“ und würden dementsprechend auch militärische Unterstützung anbieten sowie Russland sanktionieren, sagte Meinl-Reisinger.Man sei sich zudem in der Ansicht einig, dass der russische Präsident Wladimir Putin „auf Zeit spielt“ und Rubio vertrete die Ansicht, dass aktuell kein „Fenster“ für Verhandlungen offen sei. Nichtsdestotrotz erkannte der US-Außenminister das Potenzial Wiens als Verhandlungsort an.Die Reise sei „ein weiterer Vorbereitungsschritt auf Österreichs Sitz im UNO-Sicherheitsrat 2027/28“, hieß es aus dem Außenministerium im Vorfeld der Reise.Iran dürfe „kein Präzedenzfall“ werdenHinsichtlich der Entwicklungen im Iran ist laut dem US-Außenminister kein Deal in Aussicht, so Meinl-Reisinger. Grund dafür sei, dass der Iran in den Verhandlungen mit dem Oman rund um die Straße von Hormus kurz vor Vertragsabschluss „immer neue Themen aufmacht“.Trotz der spürbaren Auswirkungen auf Österreich und die globale Wirtschaft – insbesondere auf den globalen Süden – dürfe „kein Präzedenzfall für die Blockade von Handelsrouten“ entstehen, so die Ministerin. Im Laufe der Woche sei noch ein Telefonat zwischen Meinl-Reisinger und dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi geplant. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.