Foxconn-Tochter übernimmt Kontron-Mehrheit knapp nicht

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10.08.2026 20.54Online seit heute, 20.54 UhrDer taiwanische Großaktionär Ennoconn hat mit seinem Übernahmeangebot für Kontron die Mehrheit an dem österreichischen IT-Unternehmen knapp verfehlt. Ennoconn, eine Tochter des Elektronikauftragsfertigers und Apple-Lieferanten Foxconn, halte nach eigenen Angaben nach Abschluss des Übernahmeangebots 48,36 Prozent an Kontron, teilte das Übernahmeziel heute Abend mit.Ennoconn, die bereits vorher mit mehr als 28 Prozent an Kontron beteiligt war, wollte mit dem Angebot nach eigenen Angaben nur die 30-Prozent-Schwelle überschreiten, um später kein höheres Pflichtangebot vorlegen zu müssen. „Ein weiterer Ausbau der Beteiligung ist durch Ennoconn nicht geplant“, erklärte Kontron. „Kontron wird weiterhin eigenständig bleiben.“Alle Angebotsbedingungen seien inzwischen erfüllt, hieß es in der Mitteilung. Von einer engeren Zusammenarbeit mit Foxconn erhofft sich Kontron auch ohne Mehrheitsaktionär mittelfristig rund 40 Millionen Euro an Synergieeffekten.Kontron ist auf die Vernetzung von Geräten und Prozessen spezialisiert. Das Unternehmen bietet Hard- und Software sowie Dienstleistungen in der Elektronikfertigung an. Ennoconn baut Industriecomputer, die in Geräte wie Spielkonsolen, Geldautomaten und Verkaufsautomaten eingebaut werden. Ennoconn war vor zehn Jahren für 145 Millionen Euro bei Kontron eingestiegen, die damals noch unter dem Namen S&T firmierte. Ennoconn half S&T bei der Übernahme der deutschen Kontron, die später dem gesamten Unternehmen ihren Namen gab.