10.08.2026 23.58Online seit gestern, 23.58 UhrUS-Präsident Donald Trump will die Impfempfehlungen für Kinder deutlich reduzieren und bisherige Kombiimpfungen künftig auf mehrere Arztbesuche verteilen. Mit einer neuen Anordnung erklärte Trump gestern, seine Regierung erkenne nur noch Impfungen gegen elf Krankheiten als zentrale Empfehlungen für alle Kinder an.Ob die Anordnung unmittelbare Auswirkungen haben wird, war zunächst unklar. Ein ähnlicher Umbau war im März von einem Bundesgericht vorläufig gestoppt worden, zudem liegen viele Impfregeln bei den Bundesstaaten.Impfungen etwa gegen Hepatitis B, Covid-19 und Grippe sollten demzufolge nicht mehr pauschal für alle Kinder empfohlen werden. Eltern könnten sich aber weiterhin für sämtliche Impfungen entscheiden, betonte Trump bei der Unterzeichnung der Anordnung im Weißen Haus. Die Impfungen sollten nach Angaben der Regierung auch weiterhin von Versicherungen übernommen werden.Trump forderte zudem, den kombinierten MMR-Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln künftig möglichst in drei einzelne Impfungen aufzuteilen und diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu verabreichen. Trump brachte den neuen Kurs auch mit der Debatte über Autismus in Verbindung und sagte, weniger und zeitlich getrennte Impfungen könnten die Zahl der Autismusdiagnosen möglicherweise senken.Für einen besonderen Nutzen einer Aufteilung des MMR-Impfstoffs gibt es nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC keine wissenschaftlichen Belege. Einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus belegen große wissenschaftliche Untersuchungen nicht.Einzelimpfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind in den USA derzeit nicht verfügbar. Fachleute warnen, dass zusätzliche Arzttermine dazu führen könnten, dass Kinder länger ungeschützt bleiben oder spätere Impfungen ausfallen.