Niedrigwasser: Ungarn will Donau für Akw künstlich anheben

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12.08.2026 17.09Online seit heute, 17.09 UhrUngarn will mit baulichen Maßnahmen in der Donau den Wasserstand anheben, um die Kühlung des Atomkraftwerks Paks zu sichern. Das kündigte Ministerpräsident Peter Magyar heute in einem Facebook-Video an. Wegen der anhaltenden Hitzewelle und Dürre in weiten Teilen Europas ist der Wasserstand der Donau auf historische Tiefstwerte gefallen.Das Kraftwerk Paks ist deshalb derzeit nur zu rund 25 Prozent ausgelastet, von acht Turbinen sind zwei in Betrieb. „Das anhaltende Niedrigwasser der Donau belastet den ungarischen Haushalt und die Wirtschaft enorm“, sagte Magyar. Daher sei eine sofortige Lösung nötig.Bau einer Sohlschwelle geplantDie Regierung plant den Bau einer Sohlschwelle, um das Wasser aufzustauen. Die Arbeiten unter Einsatz des Militärs sollen unverzüglich beginnen und rund um die Uhr fortgeführt werden. Für das Bauwerk werden rund 150.000 Kubikmeter Gestein benötigt. Die Kosten belaufen sich auf rund sechs Milliarden Forint (gut 16 Millionen Euro).Dem Ministerpräsidenten zufolge kann die Schwelle den Wasserstand um bis zu einen Meter anheben und so innerhalb weniger Wochen den vollen Betrieb des Kraftwerks wiederherstellen. Als kurzfristige Übergangsmaßnahme bereitet das Land zudem die Versenkung von zwei 80 Meter langen Lastkähnen vor. Das könnte den Wasserstand vorübergehend um 20 Zentimeter anheben. Eine Entscheidung darüber soll am Freitag fallen.Mehrere Länder kämpfen mit DürreDie Dürre beeinträchtigt die Energieerzeugung, die Schifffahrt und die Gesundheitssysteme in mehreren europäischen Ländern. Im benachbarten Rumänien droht am Donnerstag die Abschaltung des letzten noch am Netz befindlichen Atomreaktors, da die Pegelstände der Donau trotz Versuchen, Kühlwasser umzuleiten, weiter sinken.In Deutschland sorgt das Niedrigwasser vor allem am Rhein für eine Beeinträchtigung der Binnenschifffahrt. In Österreich laufen weniger Waren über die Donau.