29.07.2026 09.03Online seit heute, 9.03 UhrFlüchtlinge haben in jüngster Zeit auf dem heimischen Arbeitsmarkt besser Fuß gefasst, allerdings vor allem männliche Personen. Das zeigt eine Auswertung diverser Statistiken durch den österreichischen Integrationsfonds.Mitte 2025 waren rund 44.000 Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte arbeitslos gemeldet, bis Juni sank diese Zahl auf etwa 37.000.Bei männlichen Flüchtlingen schrumpfte sie im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,6 Prozent. Bei den Frauen stieg hingegen die Zahl der Arbeitslosen um 0,6 Prozent. Ein ähnliches Muster zeigt sich bei den subsidiär Schutzberechtigten: Hier sank die Zahl bei den Männern um 37,3 Prozent, bei den Frauen ging sie nur um 0,5 Prozent zurück.In Bezug auf die Herkunft sind knapp 51 Prozent der arbeitslos Gemeldeten syrischer Abstammung, sie bilden in den vergangenen Jahren die mit Abstand größte Flüchtlingsgruppe. Dahinter folgen afghanische und somalische Staatsbürger. Bei Syrern wurde mit gut 21,5 Prozent ein besonders starker Rückgang bei der Zahl der Arbeitslosen registriert.Im Gegenzug waren im Vorjahr knapp 44 Prozent der Syrerinnen arbeitslos, hingegen nur gut 30,5 Prozent der Syrer. Bei Geflüchteten aus Afghanistan waren fast doppelt so viele Frauen (36 Prozent) von Arbeitslosigkeit betroffen wie Männer.Personen aus den sechs wichtigsten Herkunftsländern der Fluchtmigration arbeiteten 2025 vor allem in der Beherbergung und Gastronomie (15.500). Dahinter folgen der Handel (12.000) sowie die Herstellung von Waren (10.100).